Bedrohtes Trinkwasser

Alltag besonders im Frühling. Und am Ende leidet die Wasserqualität. Foto: pixabay, Myriams-Fotos

Wasser ist vermutlich das wertvollste Gut auf unserem Planeten. Das ist uns fast nie so recht bewusst – außer wir haben gerade keins dabei.

Und die Wasserqualität ist eine wichtige Grundlage für die Ernährung. Das gilt insbesondere für Säuglinge. Selbst unser so gutes Trinkwasser in Deutschland, ist für Säuglinge meist nicht geeignet. Das liegt sehr oft daran, dass die Belastung durch Nitrat zu hoch ist. Und die beruht auf der Düngung der Felder mit Fäkalien.

Dieses leidige Thema wird seit Jahren von der Europäischen Union gegenüber Deutschland angemahnt. Immerhin haben wir viele Biogasanlagen, die im Prinzip Gülle von Schweinen oder Rindern gut verarbeiten und in Energie verwandeln könnten. Aber: Der Biogas-Ertrag (mit 50-60% Methananteil) von Rindergülle liegt pro Tonne bei 25 m3, während er bei der gleichen Menge an Maissilage bei 202 m3 liegt. Deswegen wird Gülle nur in geringem Umfang zur Biogaserzeugung genutzt. Es wäre also eine klare Hausaufgabe für die Politik, hier entsprechende Anreize zu setzen. Aber eben auch ein Gebiet, wo man als Politiker vermutlich nur Minuspunkte sammelt. Vielleicht sollte man sich wieder eines Konrad Adenauers besinnen: Machen Sie sich erst einmal unbeliebt, dann werden Sie auch ernstgenommen.

Nitratgehalt im Wasser Foto: https://de.statista.com/infografik/19153/messstellen-mit-zu-hoher-nitratbelastung-im-grundwasser-in-deutschland/

In Deutschland haben wir eine sehr gute Wasserqualität. Aber auch die ist bedroht. Es hört sich schön an, wenn die Politik viel Geld für das Klima und die Umwelt in die Hand nimmt. Die Frage ist nur, was ist die Idee vom Ganzen? Was soll am Schluss erreicht werden? Abgesehen davon, es ist ohnehin immer unser Geld. Da wär’s schon ganz nett, man wüsste außer einer Summe auch ein Ziel und einen Zeitplan. Zumindest von außen betrachtet, sollte das nicht allzu schwierig sein, die Güllebelastung zugunsten der Ernährung zu senken. Und uns wieder Frühlingstage mit zarten Gerüchen zu bescheren.

1 Kommentare

  1. Pingback: Das tägliche Schnitzel auf dem Teller – praxisblättle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.