Jugendliche weltweit bewegen sich zu wenig

Sportlerinnen. Foto: pixabay, KeithJJ

Körperliche Bewegung gehört zu unserem Leben wie Luft, Wasser und Nahrung. Durch verschiedene kulturelle Veränderungen, hat die Bewegung jedoch für viele Menschen heute eine spürbar geringe Bedeutung. Das ist nicht nur aus medizinischen Gründen nicht günstig. Bewegung tut unserer Gesundheit immer gut und macht uns nebenbei auch glücklicher.

Leider betrifft der Bewegungsmangel inzwischen Jugendliche in allen Ländern der Erde. Das zeigt eine groß angelegte Studie, die kürzlich im angesehen Lancet erschienen ist. Die Autoren um Regina Guthold von der WHO in Genf (Schweiz) haben darin Daten zur körperlichen Aktivität von 1,6 Millionen Jugendlichen aus 146 Ländern der Erde zusammengefasst und bewertet.

Als Messlatte dienten Ihnen die Empfehlungen der WHO zu körperlicher Bewegung, die täglich mindestens 60 Minuten mittlere bis starke körperliche Aktivität für Kinder und Jugendliche im Alter von 5 -17 Jahren als angemessen ansehen. Es wurde gemessen, wie viele Jugendliche (Mädchen und Jungen getrennt) in welchen Ländern sich zu wenig bewegen.

Diesen Wert – von einer Stunde körperlicher Bewegung täglich – erreichten rund 84% der deutschen Jugendlichen nicht. Genauer: 79,7 Prozent der deutschen Jungen und noch mehr Mädchen (87,9%) waren 2016 körperlich nicht gerade aktiv. Von den reichen Industrieländern lag Italien mit einem Wert von 88.6% Bewegungsmuffeln am höchsten, die USA mit 72.0% am niedrigsten. Relativ gut liegend die Zahlen in Osteuropa oder auch in Spanien. Die meisten Stubenhocker weltweit hat wohl Korea (94.2%).

„Wir hatten eine elektronische Revolution, die die Bewegungsmuster von Jugendlichen offensichtlich verändert hat – und sie dazu anregt, mehr zu sitzen, weniger aktiv zu sein, mehr zu fahren, weniger zu gehen“, sagt Leanne Riley, eine der Autorinnen der Studie. Heute spielen Jugendliche letztlich wohl mehr digital als wirklich aktiv körperlich.

Newsletter praxisblättle Foto: ptw

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