Was geht rum? 11. Januar 2020

Lampen und Lichterketten haben uns über die langen dunklen Nächte des Winters hinweg getröstet. Langsam werden die Tage wieder länger. Bis zum Frühling vergehen aber noch viele Wochen. Foto: ptw

Es ist Winter und kalt. Vom Frühsommer sind wir noch weit entfernt. Das ist die beste Zeit, sich über die Frühsommer-Meningo-Encephalitis – also kurz die FSME – Gedanken zu machen.

An das RKI übermittelte Erkrankungen mit FSME pro 100.000 Einwohner je nach Bundesland. Foto: RKI

Die Graphik des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigt deutlich zwei Dinge: Baden-Württemberg hat die meisten gemeldeten Erkrankungen an FSME. Und, die Zahl der Erkrankungen nimmt spürbar zu. Im Jahre 2018 waren es insgesamt 583 Krankheitsfälle mit Hirn(-haut)entzündung. Es ist davon auszugehen, dass das in 2019 kaum anders war und in diesem Jahr ebenfalls nicht anders kommen wird.

Altersverteilung der FSME-Erkrankungen. Foto: RKI

Wer ist betroffen? Es sind weniger die Kinder, als die erwachsenen Männer. Aber auch bei den Kindern nimmt die Zahl der Erkrankungen zu. Genug Gründe, dass sich jede Familie mit der Frage beschäftigt, ob sie eine Impfung wünscht oder nicht. Ein guter Ansprechpartner ist die Kinderärztin oder der Kinderarzt. Ein guter Zeitpunkt zur Impfung ist jetzt. Bevor die Zecken aktiv werden. Das ist in aller Regel erst im März oder April.

Im Moment besteht also keine Gefahr für die FSME. Aber für die Grippe – die Influenza – schon. Deren Erkrankungsfälle liegen für die erste Woche des Jahres weit über denen des Vorjahres. Das ist noch kein Hinweis für eine beginnende Grippewelle. Die Regionen um Stuttgart und Reutlingen sowie Ludwigsburg weisen jedoch erhöhte Zahlen an Erkrankungen auf. Neben den Grippeerkrankungen gibt es wie die letzten Wochen viele Atemwegsinfekte unterschiedlicher Art ohne besondere Schwerpunkte.

Die Windpocken in Oberschwaben sind weiterhin aktiv. Bei den anderen Kinderkrankheiten zeigt sich kein Trend.

Was geht in der Welt rum? Selten ist Irland ein Hotspot für Krankheiten. Nun wurde aber mitgeteilt, dass im letzten Jahr 2593 Erkrankungen an Mumps aufgetreten sind. Betroffen ist besonders die Hauptstadt Dublin. Vor einer Reise auf die Insel sollte der Impfschutz überprüft werden. Zwei Impfungen sind für Kinder und Jugendliche ausreichend.

praxisblätte-Newsletter Foto: ptw

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