Nasenbluten

Hier ist die Ursache klar und die Therapie recht einfach. Aber auch beim spontanen Nasenbluten sieht das Kind oder der Jugendliche ähnlich schlimm aus. Trotzdem: Ruhe bewahren. Fällt schwer. Foto: pixabay, skeeze

In den Wintermonaten stellt Nasenbluten ein relativ häufiges Thema in der ärztlichen Praxis dar. Immerhin sind von diesem Problem 60% aller Menschen in Deutschland irgendwann einmal im Leben betroffen. Meist sind es ältere Personen (vorwiegend Männer). Kinder und Jugendliche machen 6% aller Patienten mit Nasenbluten aus.

Ursache für das Nasenbluten sind meist Manipulationen in der Nase, wenn Kinder beispielsweise mit dem Finger die Nase erkunden. Ein Risikofaktor kann auch die trockene Luft sein, die in den Wintermonaten in den Räumen vorherrscht. Meist ist bei Kindern die Region des sog. Locus Kiesselbachi im vorderen Nasenabschnitt betroffen.

Was ist als Erstes zu machen?

Bei Kindern ist zunächst einmal die Beruhigung wichtig, denn der Blutfluss erschreckt sie meist sehr stark. Am besten legen sie sich kurz hin, das senkt den allgemeinen Blutdruck, womit oft vielen geholfen ist.

  • Kompression (Druck) des betroffenen Nasenflügels, indem dieser der Nasenscheidewand für wenige Minuten – zart – angelegt wird.
  • Kälteanwendung. Dazu kann ein kühler Lappen oder auch ein cool-pack auf die Stirn oder in den Nacken gelegt werden.
  • Eiswürfel – sofern Kinder damit einverstanden sind – lutschen; alternativ auch Speiseeis. Das schmeckt gut und hellt die Stimmung wieder auf. Und: Der durch die Aufregung höhere Blutdruck sinkt wieder ab.
  • Vorsicht: Erwachsene neigen dazu, das „schmutzige“ Blut sofort abwischen zu wollen. Diese Manipulation um die Nase herum ist in den ersten 10 – 15 Minuten nicht günstig. In der Ruhe liegt die Kraft 🙂

Was tun wenn die Blutung sehr lange anhält?

Das kommt tatsächlich bei Kindern und Jugendlichen eher selten vor. Die Kinderärztin oder der Kinderarzt können recht sicher abschätzen, ob eine Blutungsstörung (z.B. von Willebrand-Syndrom) vorliegt. Das ist eher selten. Deswegen erfolgt häufig eine Überweisung zu einer/m HNO-Ärztin/arzt. Diese Nasen-Spezialisten untersuchen die Nase genau und schauen, ob vielleicht ein Fremdkörper die Ursache für die Blutung ist und andere Blutungsursachen abzuklären sind. Darüber hinaus kann sie/er spezielle therapeutische Maßnahmen zur Blutstillung anwenden.

Und wenn das Nasenbluten immer wieder auftritt?

Aufbau der Nase. Der Locus Kiesselbachi liegt in der Nasenspitze. Foto: www.nasenbluten-hilfe.de

Dann liegt meist eine Schwellung am Locus Kiesselbachi vor. Am Locus Kiesselbachi besteht ein sehr enges Netz an Blutgefässen, die teilweise sehr oberflächlich liegen und durch kleinste Reize oder oft auch ohne ersichtlichen Grund zum platzen kommen. Das kann vom HNO-Arzt durch Verätzung recht schnell behandelt werden.

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