Tablets sind ein Risiko für Kinder

Eltern mit Kind am Flughafen. Die Medien sind mit dabei Foto: ptw

In einer vor kurzem veröffentlichten Studie legten Forscher erstmals Daten vor, die sich mit der Mediennutzung von Kleinkindern beschäftigen.

Die Forscher um John S. Hutton und sein Team vom  Cincinnati Children’s Hospital Medical Center untersuchten dabei eine Gruppe von 47 Kleinkindern im Alter von 3 bis 5 Jahren. Diese absolvierten verschiedene kognitive Tests und eine MRT (diffusionsgewichtet). Deren Eltern wurden mit Hilfe des ScreenQ-Fragebogens über das Nutzungsverhalten ihrer Kinder in Bezug auf Smartphones und Tablets befragt. Zum Vergleich für kindgerechtes Verhalten gegenüber diesen Medien wurden die Empfehlungen der American Academy of Pediatrics (AAP) herangezogen. Die AAP schlägt Eltern beispielsweise vor, Kindern zwischen zwei und fünf Jahren nicht länger als eine Stunde am Tag vor einem Display sitzen zu lassen.

Im Ergebnis fanden die amerikanischen Forscher Veränderungen in der weißen Hirnsubstanz bei den Kindern, die ein hohes Nutzungsverhalten für die neuen Medien aufwiesen. Bereiche des Gehirns, die eng mit Sprache und dem Erlernen von Schreiben und Lesen verbunden sind, waren deutlich weniger strukturiert.

Diese Studie kann nur ein Anfang sein, Einflüsse neuer Medien auf unsere Kinder besser zu verstehen. Weitere Untersuchungen sind erforderlich. Der Studienleiter John S. Hutton fasst kurz zusammen: „Die Ergebnisse machen deutlich, wie wichtig es ist, die Effekte von Smartphone- und Tablet-Nutzung auf das Gehirn zu untersuchen“.

Bis dahin ist es sich nicht falsch, Kleinkinder von den Medien fernzuhalten. Oder noch besser: Kinder sollten angeregt werden, die Natur zu genießen: Spiele im Freien, Schneebälle werfen, wenn es mal kurzzeitig die Chance dazu gibt. Und wenn’s draußen mal richtig stürmt basteln oder „Mensch-ärgere-Dich-nicht“ spielen. Die Zeit rausgehen zu dürfen wird im Leben mit den Jahren immer kürzer. Und ob’s bald noch Schnee gibt? Also los geht’s!

Und wenn Sie in Bezug auf das Coronavirus auf dem aktuellen Stand bleiben wollen: Hier im praxisblättle finden Sie die neuesten Informationen. Ganz am Ende des Beitrags steht ein Link zur interaktiven Karte von Bloomberg – sehr informativ (aber in Englisch).

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