Wasserpfeife: vermutlich erhöhtes Risiko für Tuberkulose

Lichtschutztherapie der Tuberkulose, wie sie Anfang des 20. Jahrhunderts durchgeführt wurde. Foto: ptw

Aus der Schweiz berichtete kürzlich in einer kurzen Veröffentlichung Anna Ursula Marchetti von einem 20-jährigen Mann aus dem Spital Uster bei Zürich. Er hatte sich in einer Klinik wegen  Bluthustens in der Notfallambulanz vorgestellt.

CT-Bild der cavernösen Tuberkulose bei dem beschriebenen 20 jährigen Schweizer Foto: European Journal of Case Reports in Internal Medicine

Weitere Nachforschungen ergaben, dass er bereits seit 3 Monaten produktiven Husten hatte. Die Computertomographie (CT) zeigte dann den Befund einer Tuberkulose. Der junge Mann rauchte regelmäßig bis zu 5 Mal pro Woche mit Freunden Wasserpfeife. Andere belastende Faktoren wurden nicht festgestellt.

Die Ärzte gehen davon aus, dass er sich die Infektion durch Kontakt beim Rauchen zugezogen hatte. Das Rauchen der Wasserpfeife bedeute eine mehr als 10 Mal so höhere Inhalation gegenüber dem Zigarettenrauchen. Zudem fänden Bakterien wie das Tuberkulosebakterium ein ideales Medium im Wasserbehälter, der von Mitrauchern mitgenutzt würde.

Rauchen von Wasserpfeifen muss somit als Risikofaktor für die Entwicklung einer Tuberkulose in Betracht gezogen werden. Vom Rauchen einer Wasserpfeife ist bei Jugendlichen abzuraten.

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