Mobbing in der Schule

Mobbing bedroht Kinder und Jugendliche in ihrer Unbeschwertheit. Depression kann folgen, auch Suizid. Es liegt auch an uns allen, dem entgegenzutreten, wenn wir davon erfahren Foto: pixabay; un-perfekt

Das Thema Mobbing (engl. to mob: schikanieren) ist besonders in Schulen bedeutsam. Trotz langer Diskussionen mit Schülern und deren Eltern (auch an Elternabenden) sind die Bemühungen, Mobbing zu verhindern oder wenigstens einzuschränken, begrenzt. Das belegt auch die PISA-Studie 2017 die zeigt, dass etwa jeder sechste 15-jährige Schüler in Deutschland von Mobbing betroffen ist. Seit Jahren wird das Thema durch das zunehmende Cybermobbing, das sich häufig in der Anonymität versteckt, verstärkt. Kinder- und Jugendärzten ist dieses dramatische Problem aus dem Alltag gut bekannt.

Nun gibt es von der Techniker-Krankenkasse (TK) und der „Beratungsstelle Gewaltprävention“ der Behörde für Schule und Berufsbildung in Hamburg das Programm „Gemeinsam Klasse sein“ als Anti-Mobbing-Projekt. Bundesweit. Damit können Schulen kostenfrei Materialen nutzen, die sich für die Jahrgangsstufen fünf bis sieben eignen.

Bleibt nur zu hoffen, dass dieses Programm gut angenommen wird. Von Lehrern, denen als sog. Multiplikatoren viel Vorarbeit ins Haus steht. Von Eltern, deren Mitarbeit enorm bedeutsam ist. Und insbesondere natürlich von den Schülern in den Kassen, die durch das Programm zu Experten in der Abwehr von Mobbing werden. Schüler sind die Experten, die ihre Eltern aufklären.

Wo über Mobbing geredet wird darf man hoffen, dass es weniger oft vorkommt.

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