Vergiftung: Blauer Eisenhut (Aconitum napellus)

Blauer Eisenhut Quelle: pixabay, Annette Meyer

In den Alpen sowie den Mittelgebirgen Europas finden sich manche hübsche Pflanzen. Den Wanderern fällt ob seiner Schönheit der blaue Eisenhut sofort auf. Das ist auch gut so. Denn er ist hochgiftig und so kann diese Information an vielleicht neugierige Kinder weitergegeben werden. Bevorzugte Standorte sind feuchte und oftmals überdüngte Böden. Und was schön ist findet sich gerne auch in Gärten.

Der blaue Eisenhut ist 0.5 bis 1.5 Meter hoch. Auf seinem aufrechten und nackten Stengel stehen die violett-blauen Blüten in dichten Trauben. Blütezeit ist Juni bis August.

Giftig machen ihn Diterpen- und Esteralkaloide, die sich in allen Bestandteilen der Pflanze finden. Wenige Gramm des Pflanzenmaterials sind schon giftig. Die Giftaufnahme erfolgt auch durch die intakte Haut (und Schleimhaut), so dass bereits das Spiel mit den Blüten zur Vergiftung bei Kindern führen kann.

Symptome

Erste Symptome setzen erst nach 10 bis 20 Minuten ein. Dann setzen Brennen und Kribbeln im Mund ein. Diese Empfindungen breiten sich über die gesamte Haut aus bis zur völligen Gefühllosigkeit. Daneben tritt heftiges Erbrechen, kolikartiger Durchfall auf. Es folgen Lähmung der Muskulatur, Sehstörungen. Nach einem Herzrhythmusstörungen und Atemlähmungen kann der Tod eintreten.

Therapie

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