Verhindert vorbeugendes Eincremen eine Neurodermitis?

Trockenheit. Ein Phänomen in der Natur ebenso wie auf der Haut manches Menschen. Quelle: pixabay, andreas160578

Ein recht häufiges und für die Babys und ihre Eltern belastendes Krankheitsbild ist die Neurodermitis (atopisches Ekzem). Die Neurodermitis plagt Kinder durch ihren quälenden Juckreiz, die damit verbundenen häufigen Infektionen der Haut und – oft noch schlimmer – einen damit einhergehenden schlechten Schlaf.

Eltern wollen eine solche Belastung ihrem Kind ersparen. Deswegen ergreifen sie viele Maßnahmen, beginnend bei der Ernährung bis hin zu Umstellungen im Lebensalltag. Einer der Vorschläge ist, die schon die Haut des gesunden Babys vorbeugend zu cremen. Aber kann dadurch eine Neurodermitis verhindert werden?

Dieser Frage ging eine Forschergruppe um Joanne R Chalmers im Rahmen der BEEP-Studie nach. In ihrer umfangreichen Studie, die sie hier im Detail nachlesen können, konnten sie in einer Stichprobe von 1394 Babys folgendes zeigen: Babys, die während der ersten 12 Monate regelmäßig eingecremt wurden, hatten im Alter von 2 Jahren ebenso häufig eine Neurodermitis wie die anderen Kinder ohne Behandlung. Eincremen hilft also – leider – nicht vorbeugend.

Als Nebeneffekt zeigte sich, dass Kinder, die regelmäßig eingecremt wurden eine leicht erhöhte Rate an Hautinfektionen hatten.

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