Hüftschnupfen – wenn die Hüfte sich beim Infekt meldet

Wenn Bewegungen bei Kindern und Jugendlichen schmerzen, dann sollten Eltern stutzig werden. Quelle: pixabay, czijp0

Erkältungen dauern bekanntlich sieben Tage oder eine Woche. Je nach Standpunkt. Von dieser Regel weichen Infektionen aber gelegentlich ab, weil sie Komplikationen auslösen. Das kann eine Mittelohrentzündung, eine kurzzeitige Blutarmut aber auch ein Hüftschnupfen sein.

Der Begriff Hüftschnupfen zeigt schon, dass es sich um eine Krankheit der Hüfte im Zusammenhang mit einer Erkältung, einem Schnupfen handelt. Medizinisch nennt sich die Erkrankung Coxitis fugax („flüchtige Hüftgelenkentzündung“). Sie ist eine begleitende Entzündung des Hüftgelenks bei Infektionen der oberen Atemwege. Also eher bei den leichten Infektionen. Typische Symptome sind:

  • Leisten- oder Knieschmerzen
  • Vermeidung von aktiver Bewegung der Hüfte
  • häufig humpelndes Schonen der betroffenen Hüfte
  • manchmal schmerzbedingt Gehunfähigkeit
  • im Sitzen ist das Kind beschwerdefrei
  • kein Fieber, kaum Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens

Die betroffenen Kinder sind häufig Schulkinder (Alter von 3 – 10 Jahren). Sie erkranken urplötzlich mit den Symptomen. Die Diagnose ist für die/den Kinder- und Jugendärzt/in gut zu stellen. Im Ultraschall zeigt sich als Zeichen der Reiz-Arthritis ein Erguss, der sich meist innert einer Woche zurückbildet. Der Hüftschnupfen heilt also zumeist spontan und ohne Behandlung aus.

In wenigen Fällen (1-3%) kann die Coxitis fugax auch der Anfang eines Morbus Perthes, einer schwerwiegenden Erkrankung des Hüftkopfes sein. Hinweise hierfür ergeben sich besonders durch die ausbleibende Heilung innerhalb 2 Wochen.

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