Was geht rum? 13. Juni 2020

Gemähte Wiesen. Trotz Sonnenschein ein Alptraum der Allergiker Quelle: ptw

Erste Pressestimmen sprechen inzwischen über die Kinder in der Coronakrise. Meist noch unter dem Titel, dass Kinder ein Recht auf Bildung haben. Das ist schon mal gut. Kinder und Jugendliche sollten aber auch ein Recht zugesprochen bekommen, wieder mehr gemeinsam machen zu dürfen: Mit anderen Kindern im Sandkasten. Oder in Jugendzentren abhängen. Ohne gleich „gebildet“ zu werden. Für ihre Entwicklung ist das mindestens genauso wichtig, macht den meisten jedoch erheblich mehr Spaß.

Altersanteil der COVID-19-Erkrankungen über die Kalenderwochen 10 bis 21 Quelle: RKI

Die Virologen um Prof. Drosten sind noch zögerlich, den Kinder und Jugendlichen mehr Freiheit im öffentlichen Raum zuzugestehen. Ein wichtiger Grund ist, dass seit dem Höhepunkt der Corona-Pandemie, also seit Ende März, der prozentuale Anteil der Kinder und Jugendlichen (0-20 Jahre) an allen Erkrankten immer mehr ansteigt. Andere Daten sehen eine Verbreitung der Infektion unter Kindern gelassener. Wie auch immer, wir sollten langsam versuchen, Kindern mehr Freiheit zu geben. Für die Beschränkung der elementaren Bedürfnisse von Kindern liegen keine ausreichenden Gründe vor. Einige Bundesländer wie Schleswig-Holstein haben jetzt damit begonnen, diese Freiheiten für Kinder wiederherzustellen. Neue Hoffnungen.

Gräserpollenkonzentration der letzten Woche am Bodensee Quelle: pollenundallergie.ch

Nach den regenreichen Tagen sind die Pollen seit gestern in Hochform. Gräserpollenallergiker sollten erstmal vorsichtig sein. In den kommenden Tagen ist mit einem leichten Rückgang der Pollenbelastung zu rechnen, sofern kein bedeutsamer Wind hinzukommt.

Infekte? Noch immer fast Fehlanzeige. Welch ein Glück für Kinder und Jugendliche.

Was machen die Kinderkrankheiten? Bei den Masern wurde die vorletzte Neuerkrankung in der 9. Kalenderwoche in Baden-Württemberg gemeldet. Der Lockdown hat in den folgenden Wochen dazu geführt, dass keine Masern mehr auftraten. Nun ist in der letzten Woche erstmals wieder eine neue Infektion aus Reutlingen gemeldet worden – nach 12 Wochen Pause also jetzt der Erkrankungsfall Nummer 26 in diesem Jahr. Im letzten Jahr waren es zur gleichen Zeit 67 Betroffene.

Was geht in der Welt rum? Bald dürfen wir wieder reisen. Aber nur in Europa. Auch hier können uns Krankheiten begegnen. Sogar in der so idyllischen Schweiz, wo in diesem Jahr bereits 67 Erkrankungen an FSME (Frühsommer-Meningo-Encephalitis) gesichert wurden, mehr als im bisherigen Rekordjahr 2018. Die Zecken machen also an der Grenze nicht Halt. Im angrenzenden Baden-Württemberg haben in der letzten Woche 9 neue Fälle die Zahl der Betroffenen auf 42 hochschnellen lassen. Gemessen daran, dass im Ländle aber 2.5 Millionen Menschen mehr leben, ist die Zahl erstaunlich gering. In jedem Fall: Vorsicht vor Zecken. Egal ob im Ländle oder in der Schweiz. Mehr dazu finden Sie hier.

Am Montag beginnt nach 3 Monaten wieder der Unterricht für alle Kinder und Jugendlichen, im Schichtbetrieb und ausgedünnt. Aber immerhin. Je nach Schule (und Zahl der arbeitenden Lehrer) sind das bis zu den Sommerferien mal knapp 5 Tage Unterricht, mal wochenweise halbtags.

Das Wochenende bringt heute Morgen Sonnenschein und angenehme Wärme, später am Nachmittag wohl mehr Sturm und Regen. Genießen Sie das Wechselspiel. Es grüßt Sie herzlich, Ihr

Peter Th. Wolff

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