FODMAP Diät: Sinnvoll für Kinder?

Chronische Bauchschmerzen. Aber was ist die Ursache? Ist eine Diät vielleicht günstig? Quelle: pixabay, Alicia Harper

Bauchschmerzen kommen bei Kindern häufig vor. Und das macht es für die Umgebung so mühsam, diese Schmerzen richtig einzuordnen. Am Schmerz besteht kein Zweifel. Aber ob dieser eine organische oder eine psychische Ursache hat, das lässt sich nicht so ohne weiteres sagen. Das ist eine Frage, mit der sich Eltern an die Kinder- und JugendärztInnen wenden sollten, die ihre Kinder kennen.

Sicher ist nur: Eine Diät einfach mal so zu beginnen, ist nicht sinnvoll. Und kann gerade bei Kindern Schaden anrichten.

Eine Diät, die im Zusammenhang mit Bauchschmerzen immer wieder auftaucht ist die FODMAP: fermentable oligo-, di-, monosaccharides and polyols“. Diese Diät umfasst also Kohlenhydrate und deren Alkohole, die von der Schleimhaut nur in geringem Umfang aufgenommen werden und damit zur Gärung im Dickdarm neigen. Dazu zählen neben anderen Fruktose, Laktose, Sorbit und Mannit. Die FODMAPs tragen aber bei gesundem Darm auch zur Vermehrung von Präbiotika (Bifidobakterien, Lactobazillen) und somit zur Gesundheitserhaltung bei. Günstig sind die FODMAPs auch für die Aufnahme von Calcium und Vitamin C bzw. für eine bessere Stuhlkonsistenz.

Ein FODMAP-arme Diät hat somit Auswirkungen auf vielfältige Prozesse des Darmes. Sie sollte insofern immer von einer erfahrenen Fachkraft begleitet und nur für eine begrenzte Zeit durchgeführt werden. In dieser Periode von sehr wenigen Wochen sollten Provokationen von Nahrungsanteilen erfolgen.

Aus diesen Hinweisen wird deutlich, dass die Durchführung einer FODMAP-Diät bei Kindern und Jugendlichen nur in enger Abstimmung mit einem kinderärztlichen Gastroenterologen und nie „nach Kochbuch“ in Eigenregie erfolgen sollte. Sie wird meistens als Instrument zur Klärung schwierig fassbarer Erkrankungen wie Reizdarmsyndrom oder einer sog. Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität genutzt, die bei Kindern ohnehin selten sind.

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