Drogenkonsum bei Jugendlichen

Hanfpflanze. Quelle: pixabay, NickyPe

Drogenkonsum ist ein wohl ein Thema mit dem sich alle Eltern von Jugendlichen irgendwann auseinandersetzen müssen. Auf dem Land glauben manche noch heute, die äußere Idylle sei ein Beleg dafür, dass Drogenkonsum kaum ein Problem sei. Das ist jedoch ein Irrtum. Richtig ist nur, dass sich der Drogenkonsum auf dem Lande anders darstellt als in der Stadt.

Die bedeutendsten Drogen sind Alkohol, Nikotin und Cannabis. Dabei fallen Unterschiede für Europa und die USA auf. Während 15- bis 16-jährige Schüler in den USA deutlich mehr Cannabis konsumieren (bezogen auf einen Monat: USA 15-17%- Europa 5-8%), ist der Alkoholkonsum in Europa spürbar höher (Europa 50% – USA ca. 22%). Diese Zahlen zeigen nur einen groben Rahmen. Modetrends und politische Entscheidungen (Legalisierungen von Cannabis in einzelnen Staaten der USA) verändern das Spektrum.

Der Europäische Drogenbericht von 2019 gibt einen guten Einblick in die Bedeutung der einzelnen Drogen. Dabei werden jedoch nur die „jungen Erwachsenen“ (15 – 24 bzw. 35 Jahre) den Erwachsenen (15 – 64 Jahre) gegenübergestellt. In Europa haben 96 Millionen Menschen (29%) jemals im Leben illegale Drogen konsumiert. Weitaus am häufigsten ist das Cannabis. Innerhalb der EU gibt es aber auch hierfür enorme Unterschiede. In Malta liegt die Rate der Erwachsenen, die Cannabis konsumiert haben, bei 4%. In Frankreich liegt sie – trotz oder wegen des guten Rotweins – bei 45%.

Cannabis. Trends für Preis und Wirkstoffgehalt Quelle: Europäischer Drogenbericht 2019

In den letzten Jahren hat sich der Markt für Cannabis spürbar verändert. Das zeigt die oben stehende Graphik. Cannabis kann als Cannabiskraut („Marihuana”) oder als Cannabisharz („Haschisch”) konsumiert werden. Während die Preise von 2007 bis 2017 kaum angestiegen sind, liegt der Wirkstoffgehalt (bezüglich THC = Tetrahydrocannabinol) für Cannabis inzwischen deutlich höher.

Für weitergehende Informationen auch über andere Drogen wie Kokain, MDMA, Amphetamine oder neue psychoaktive Substanzen (NPS) ist der Europäische Drogenbericht eine gute Quelle.

Wenn Jugendliche durch schwer erklärbare Symptome mit Verhaltensauffälligkeiten auffallen, sollte an Drogenkonsum gedacht werden. Es ist sinnvoll, sie direkt ohne einen moralischen Unterton darauf anzusprechen.

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