Schnupfen im Herbst

Beim Infekt bewährte Hausmittel. Manchmal eher ein Schrecken für Kinder Quelle: pixabay, silviarita

Für viele Kinder beginnt der Herbst mit einem Schnupfen. Die Nase läuft, wird öfter mal „hochgezogen“ und die Hand räumt immer mal wieder das Sekret auf der Oberlippe ab.

Vielfach ist die Schnupfensaison durch das Rhinovirus bedingt, das in den meisten Fällen einen klaren Fließschnupfen hervorruft. In aller Regel nichts schlimmes, aber eine ärgerliche Störung. Oftmals kann der Nachtschlaf dadurch gestört werden. Eine Untersuchung von Prof. Ellen F Foxman von der Yale-Universität konnte Hinweise dafür finden, dass ein solcher erster Herbstinfekt einen gute Schutzwirkung gegen die schwierigeren Infektionen wie die Influenza („Grippe“) darstellen kann. Dafür ist vermutlich ein Interferon verantwortlich. Als Elter haben Sie also Gründe, sich über einen solchen Infekt zu freuen.

Bei manchen Kindern tritt ebenfalls ein klarer Fließschnupfen auf. Der Unterschied bei Ihnen ist, dass dieser über Wochen anhält und oftmals mit morgendlichem Nießen verbunden ist. Das wäre ein Grund, an eine Hausstaubmilbenallergie zu denken. Zuhause können Sie den Unterschied nicht klären. Ein allergologisch versierter Kinder- und Jugendarzt/ärztin wird das gerne für ihr Kind übernehmen.

Und in diesem Jahr denken die meisten beim ersten Schnupfen an eine Corona-Infektion, an COVID-19. Tatsächlich kann Schnupfen bei dieser Infektion auftreten, als einziges Symptom ist Schnupfen jedoch eher selten. Er begründet auch als einziges Symptom in aller Regel keinen Rachenabstrich. Das stellt auch das Merkblatt des Kultusministeriums Baden-Württemberg für den Umgang mit Krankheits- und Erkältungssymptomen bei Kindern und Jugendlichen klar heraus.

Es gibt noch enorm viele Gründe für eine „laufende Nase“ und auch für den „Stockschnupfen“. Die sind vorwiegend für die betreuenden Kinder- und Jugendärzte/innen bedeutsam, wenn zum Schnupfen weitere Faktoren hinzukommen sollten.

Was sollten Sie praktisch tun? Wenn Ihr Kind akut Schnupfen bekommt, können (müssen es aber nicht!) Sie das Kind für einen Tag zuhause beobachten. Bleibts beim Schupfen und tritt beispielsweise kein Fieber auf, kann dieses Kind gerne in den Kindergarten gehen. Ohne Attest einer Ärztin oder eine Arztes!

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