EXTRA-blättle: Coronaviren bei Kindern (07)

Unser Gehirn ...... wir verstehen nicht immer, warum es so oder auch ganz anders reagiert. Gerade in Zeiten, in denen jeden Tag alles neu hinterfragt wird: der Stadtbummel, der Schulunterricht und nun sogar unser Weihnachtsfest Quelle: pixabay, Elisa Riva

Corona und die Ängste

♦ Wie lange steckt das Virus uns an?

Dramatischer Anstieg von CIVID-19 bei Kindern in den USA

♦ Impfung gegen Mutlosigkeit und Inkonsequenz?

Luftfilter oder Stoßlüften? Eine überraschend klare Antwort von Forschern

Die „Gewächshauskneipe“

 

Die andauernde Pandemie lässt Ängste aufleben: Die Angst vor dem Mundschutz oder der Impfung. Natürlich auch vor der fremdgesteuerten Pharmaindustrie. Oder auch vor den Ärzten und dem Staat. Andere verzweifeln an Gott. Es wird von uns allen abverlangt, einen kühlen Kopf zu bewahren.

Bei einigen raucht der – sonst kühle Kopf – aber bereits. Ist ja auch kein Wunder, wenn man erfährt, wer da alles so Dampf ablässt. Es hat den Eindruck, jeder muss etwas vermelden. Klar, wir sehen uns nach der Normalität der letzten Jahre, wo wir locker atmen konnten. Das geht halt mit Mundschutz nicht mehr so easy. Wir machen selbst mit Mund-Nasen-Schutz weiter und motivi(e)ren unsere Kinder. Nur so schützen wir Menschen davor, auf der Intensivstation um Atemluft zu ringen oder gar beatmet zu werden. Das kann uns alle erwischen, auch unsere Kinder. Das Coronavirus kann sich in der Luft verteilen. In der Luft auflösen wir es sich nicht.

Coronaviren. Quelle: pixabay, Gerd Altmann

Wie stark ansteckend ist das Virus ? Mit dieser Frage hat sich die Studie eines Teams um die Forscherin Muge Cevik von der University of St. Andrews in Schottland beschäftigt. Cevik und Mitarbeiter wählten unter 1486 Studien die 79 qualitativ besten aus. Darin fanden sie, dass in den PCR-Tests (also den klassischen Corona-Rachenabstrichen) Virusanteile bis 83 Tage nach einer Infektion nachgewiesen werden können. Übertragungsfähige Viren sind hingegen maximal 9 Tage lang nachweisbar. Dieser Nachweis, ob noch Viren im Rachen des Erkrankten vorhanden sind, die auch andere krankmachen können, ist sehr kompliziert und wird nur wissenschaftlich angewendet. Was bedeutet das für uns im Corona-Alltag?

  • Der PCR-Rachentest zeigt an, ob Virenanteile im oberen Rachenraum anzutreffen sind. 
  • Lebende und damit übertragbare Viren sind im Rachen maximal 9 Tage lang nachweisbar. Das bedeutet, das ein Erkrankter nach 10 Tagen sicher nicht mehr ansteckend ist. Aber auch: Er ist etwa 2 Tage vorher schon ansteckend, wenn er sich noch pudelwohl fühlt – weswegen wir alle den Aufwand mit den AHA-C-L-Regeln auf uns nehmen müssen, wenn wir’s mit dem Virus aufnehmen wollen. 

In den USA steigen die Erkrankungszahlen bei Kindern in den letzten Wochen dramatisch. Das belegen die Daten, die gerade von den amerikanischen Kinderärzten (AAP) und dem Verband der Kinderkliniken (CHA) veröffentlicht (in Englisch) wurden.

  • Gesamtzahl aller COVID-19 Erkrankungen bei Kindern in dieser Pandemie in den USA: 1,183,609  Kinder. Damit haben die Kinder bezogen auf alle Erkrankungen einen Anteil von 11.8% (1,183,609/10,060,749).
  • Die Rate der Kinder liegt somit bei  1,573 Fälle auf 100,000 Kinder in der Bevölkerung
  • In den letzten 2 Wochen (05.11.-19.11.) Anstieg der Coronainfektionen (COVID-19) bei Kindern um 28% (256,091 neue Fälle ! (von 927,518 auf 1,183,609 Kinder))

Soweit so schlecht. Die Notwendigkeiten sind gut bekannt, auch wenn sie von manchen bestritten und fremden Mächten zugeschrieben werden. Wir bewegen uns als Gesellschaft zwischen verschiedenen Welten: hier die Gesundheit, dort die Wirtschaft (Ökonomie). Oder hier die Gesundheit und der Datenschutz – die Grenzen der WarnApp lassen grüßen. Und jetzt kommt das Impfen hinzu, das bei einigen Menschen von teilweise schizophrenen Phantasien begleitet wird. Die Publizistin Miriam Meckel äußerte in einem Beitrag des Handelsblattes den Wunsch an die Pharmaindustrie nach einer „Impfung gegen Mutlosigkeit und Inkonsequenz“.

Aerosole Quelle: pixabay, Leandro De CarvalhoUnd immer wieder geht’s um die Schulen. Dass Aerosole zur Ausbreitung der Coronaviren eine große Bedeutung ist inzwischen Allgemeinwissen. Wie die kleinsten Tröpfchen, die das Coronavirus durch die Lüfte tragen aber zu entfernen sind, ist noch nicht so gut geklärt. Hier gibt eine Studie zweier Forscher aus Gießen (Technische Hochschule Mittelhessen) erstaunlich klare Antworten. Kurz zusammengefasst: Stoßlüften ist – abhängig von den Außentemperaturen – deutlich effektiver als Luftfilter. Die Pressemitteilung hierzu ist erhellend!

Die „Gewächshauskneipe“ – eine neue Möglichkeit, sich gegen das Coronavirus zur Wehr zu setzen. Wie hier in der 14th Street in Washington D.C. Quelle: mr

In den USA tut sich eine neue Art von Gaststätte auf: die Gewächshauskneipe. In den Häusern der Gastlichkeit sollen wir uns nicht aufhalten, denn die Aerosole könnten das SARS-CoV-2 in die Atemwege transportieren. Also bitteschön, nehmen Sie doch draußen Platz. Damit es nicht so kalt ist und sich fremde Leute sich nicht so einfach nähern können, haben wir ein Gewächshaus für sie eingerichtet. Hier können Sie Wurzeln schlagen und unsere Speisen genießen. Zu zweien.

 

 

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