Neues Jugendschutzgesetz auf dem Weg

Kinder sind heute online. Über 40% machen dabei negative Erfahrungen, vor der die Gesellschaft sie schützen sollte. Quelle: ptw

Durch die Pandemie wenig beachtet, hat das Bundeskabinett die Reform des  Jugendschutzgesetzes (JuSchG) auf den Weg gebracht. Dabei geht es besonders darum, Kinder und Jugendliche vor den Risiken zu schützen, die von der digitalen Welt ausgehen. Im Fokus stehen hier Cybermobbing, sexuelle Belästigung und auch finanzielle Kostenfallen. Kurzum, das JuSchG wird der neuen Zeit angepasst, in dem der Schutz in der analogen Welt auch in der digitalen Welt gegeben sein soll.

„Was offline gilt, muss auch online gelten“, so der Kinder- und Jugendarzt Dr. Uwe Büsching aus Bielefeld. Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) hält auch das neue Gesetz nicht für ausreichend. So fehle eine altersbezogene Beschränkung des Zugangs zu online verfügbaren Spielen: „Die Anbieter müssten sicherstellen, dass jeder, der ihre Spiele nutzt, ein bestimmtes Alter hat. Es braucht eine formale, technische Zugangskontrolle“, sagte der Generalsekretär der DAKJ Prof. Dr. Hans-Iko Huppertz aus Bremen.

Ein erster Anfang ist gemacht. Bis das Gesetz in Kraft treten kann, muss es aber noch viele Hürden nehmen: Zunächst muss es vom Bundestag verabschiedet werden, um dann in der Länderkammer (Bundesrat) diskutiert zu werden. Es werden also noch viele Monate ins Land gehen, bis dieser Schutz aufgebaut ist.

Das von Franziska Giffey geführte Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend weist darauf in einer Pressemitteilung nochmals darauf hin, warum das Gesetz so wichtig und überfällig ist.

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