Was geht rum? 02. Januar 2021

Sehnsuchtsort: Stille an einem Bergsee in Graubünden. Quelle: ptw

Trockene Luft + wenig Sonne: Winterekzem

Wenige wie selten: Atemwegsinfektionen in Baden-Württemberg

Steuer in 2021: Manche Vorteile für Familien mit Kindern

Corona: Erste Erfahrungen mit der Impfung

Ich hoffe, Sie haben das Neue Jahr mit Freude und Zuversicht begonnen. Dafür gibt es viele Gründe, von denen die Impfung gegen das SARS-CoV-2 wohl der Wichtigste ist. Bis wir wieder voll durchatmen können, wird dieses Jahr aber wohl schon wieder vorbei sein.

Dürfen die Heiligen Drei Könige in diesem Jahr kommen? Natürlich nein, sie kommen aus drei verschiedenen Haushalten und das geht gar nicht. Auch die milde Gaben werden keine mildernden Umstände möglich machen. Im Übrigen würden Weihrauch und Myrrhe die Aerosolbelastung ins Unermessliche steigen lassen.

In den Wintermonaten hat die unsere Haut mehr zu leiden. Trockene Luft in den Innenräumen und spärliche Sonnenstrahlen tragen dazu bei. Gerade bei kleinen Kindern mit trockener Haut zeigt sich ein leichtes Ekzem in den Beugen. Das betrifft gerne die Ellenbeugen oder die Kniekehlen, aber auch hinter den Ohren (retroauriculär) oder auf den Augenlidern kann sich die Trockenheit auswirken. In aller Regel dauern diese Phänomene bis in den April an, wenn die Sonne wieder länger scheint und Kinder wieder öfter draußen – in der feuchteren Luft – spielen. Es empfiehlt sich, die trockene Haut bis dahin regelmäßig einzucremen.

Zahl der Atemwegserkrankungen mit denen sich Menschen in Baden-Württemberg beim Arzt vorstellen. Quelle: AG Influenza

Das letzte Jahr ging mit wenig Atemwegsinfektionen zu Ende. Das hat natürlich mit den Festtagen zu tun. Die Werte lagen aber auch klar unter denen der letzten Jahre. Bislang hat die Saison der Influenza nicht begonnen. Der Keuchhusten trat übers Jahr gesehen weniger als halb so oft auf. Bei den Kinderkrankheiten in Baden-Württemberg fielen ganz besonders die Masern auf. In der Fastnachtswoche traten die letzten beiden Fälle von insgesamt 25 Erkrankungen auf, danach keine einzige mehr.

Ähnlich verlief das auch bei den Durchfallserkrankungen. Bei den Rotaviren, wurden gerade mal ein Viertel der sonst üblichen Erkrankungsfälle gemeldet, bei den Noroviren waren es nur 40%. Vermutlich sind im Rahmen der Pandemie manche erkrankten Kinder und Jugendliche nicht beim Kinderarzt vorgestellt worden. Viele Erkrankungen sind aber auch hier wegen der Hygiene- und Anstandsmaßnahmen schlicht nicht aufgetreten.

Steuerlich wird das Jahr für Mütter und Väter von Kindern bei einigen Regelungen günstiger. So wird das Kindergeld und der Kinderfreibetrag erhöht: Ab 2021 sind das für jedes Kind 15 Euro mehr Kindergeld. Für die ersten beiden Kinder gibt es je 219 Euro Kindergeld, für das dritte Kind 225 Euro und ab dem vierten Kind 250 Euro. Die Steuerfreibeträge für Kinder steigen ebenfalls, von 7812 Euro auf 8388 Euro. Auch für Alleinerziehende gibt es mehr Geld: Sie profitieren im kommenden Jahr  ebenfalls von einem höheren Steuerfreibetrag. Statt 1908 Euro beträgt dieser 4008 Euro im Jahr. wie der Bund der Steuerzahler verdeutlicht. Den Freibetrag gibt es, wenn ein Elternteil mit mindestens einem Kind zusammenlebt, für das ein Kindergeldanspruch besteht – selbst wenn keine Haushaltsgemeinschaft mit einer anderen erwachsenen Person besteht.

Seit dem 27. Dezember werden Impfungen gegen das SARS_CoV-2 in Baden-Württemberg durchgeführt. Bislang wurden 78.109 Personen (Stand 30.12.2020, 11:00 Uhr) geimpft, von denen 42% eine berufliche Impfindikation hatten. Bisher steht nur der Impfstoff von BioNTech/ Pfizer zur Verfügung. Stand 31.12.2020, 12:00 Uhr gibt es bis 20. Januar 2021 überhaupt keine Impftermine mehr, danach vereinzelte Termin im ZIZ in Rot am See am nördlichen Rand unseres Bundeslandes. Für Kinder ist der Impfstoff ohnehin nicht zugelassen, erst für Jugendliche ab 16 Jahren.

Was geht in der Welt rum? Das Dengue-Fieber trat in 2020 auf Martinique besonders häufig auf. Waren es 2019 noch 1127 Erkrankte, wurden in den ersten 11 Monaten des Jahres 2020 genau 31.270 Fälle gezählt (16 Todesfälle). Gegen das Dengue-Fieber hilft konsequenter Mückenschutz (tagsüber !), eine Impfung gibt es nicht. Das  Überseedépartement Martinique gehört zu Frankreich und somit auch zu Europäischen Union. Dadurch ist es für reiselustige Menschen jetzt besonders attraktiv.

Starten Sie vergnügt in das erste Wochenende dieses Jahres.

Ihr

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