Was geht rum? 23. Januar 2021

Coronavirus und Alltag. Quelle: pixabay, Gerd Altmann

Studie aus GB: Kinder übertragen neue Virusmutanten nur halb so oft

Nein, es ist mehr als eine Grippe: COVID-19

Doppelbelastung für Familien: Homeoffice + Homeschooling

FFP2-Masken: Teuer, aber Wiederverwendung möglich

Die Pollen fliegen wieder

Für Sie als Eltern sind Schulen und Kindergärten das zentrale Thema in der Pandemie. Bleiben sie geschlossen? Sind Kinder „Pandemietreiber“? Menschen in politischen Ämtern sprechen sich fast einhellig dafür aus, dass Schule und KiTas als letztes geschlossen werden sollten. Auch die neuen Virusmutanten stellen wohl kein spezielles Risiko dar: Die New York Times (in Englisch) zitiert Studien aus Großbritannien mit 20.000 Teilnehmern ,darunter 3000 Kinder unter 10 Jahren, wonach die Empfänglichkeit für die neuen Varianten des SARS-CoV-2 (z.B. B1.1.7) bei Kindern nur halb so groß sei wie bei den Erwachsenen. Trotz allem liegt das Risiko sich anzustecken aber höher. Nur eben klar weniger als bei Jugendlichen (10-19 Jahre) oder gar jungen Erwachsenen (20-29 Jahre)

Influenza und COVID-19. Daten von stationär behandelten Kindern in Frankreich. A Behandlung auf Intensivstation B Todesfälle. Quelle: Lancet, Lionel Pieroth et al. 2021

Nein, es ist mehr als eine Grippe: COVID-19. Das zeigt die Studie einer Arbeitsgruppe um Prof. Lionel Piroth aus Dijon in Frankreich, die gerade in Lancet erschienen ist. Sie vergleicht die Zahl der Kinder, die wegen Influenza (rot) bzw. COVID-19 (blau) auf Intensivstation (A) behandelt werden mussten sowie die Sterblichkeit in der Klinik bezogen auf diese beiden Erkrankungen (B).

Den Familien wird enorm viel abverlangt. Wie selbstverständlich wird sowohl Homeschooling wie das Homeoffice als selbstverständlich angesehen. Ohne dass die Wohnung von Familien mitgewachsen wäre oder Schallschutzmaßnahmen ein ruhiges Arbeiten für Kinder und ihre Eltern ermöglichen würden. Viele der an sich sinnvollen Maßnahmen werden ganz besonders von Frauen abverlangt. Das Risiko für Überforderung („burnout“) steigt. Das gilt besonders für Alleinerziehende. Auf der anderen Seite mangelt es schon jetzt nicht an Regeln, sondern an deren Einhaltung und Kontrolle bei denen, die wenig von der Pandemie betroffen sind: Maskenpflicht in den Städten, Hygieneregeln in den Firmen (nicht auf dem Papier !) oder die vielen kleinen Partys in unseren Wohnvierteln.

0,07 Prozent

oder auch 0,7 Promille: So viele Menschen in Baden-Württemberg sind stand 20. Januar 2021 vollständig, also zweimal im Mindestabstand von 3 Wochen, gegen das Coronavirus geimpft.

 

Über die letzten Monate ist die Bedeutung der Masken gestiegen. Studien haben jedoch auch gezeigt, dass einfache Stoffmasken bei Weitem nicht so gut sind wirkungsvoll sind wie etwa die chirurgischen Masken oder FFP2-Masken. Letztere sind im übrigen nicht nur zum Schutz der Umgebung sondern auch zum Schutz des Trägers sehr wirkungsvoll. Leider sind sie ziemlich teuer. In der Regel kann man sie online billiger erwerben. Dabei reichen die Kosten von etwa 1,50 € bis 2,50 €. Beim Kauf ist auf vertrauensvolle Seiten (Online-Apotheken oder bekannten Online-Händler) zu achten. In Europa zertifizierte Masken tragen das Siegel  „EN 149:2001 + A1:2009“. Vergleichbare Qualitäten haben auch die N95 (amerikanischer Standard) oder KN95 (chinesische Produkte).

Obwohl die FFP2-Masken als Einmal-Produkte ausgelegt sind kann man sie unter bestimmten Bedingungen wieder verwenden. Dazu gibt es eine Anleitung der Fachhochschule Münster, die klar und einfach erklärt, unter welchen Bedingungen eine FFP2-Maske wiederverwendet werden kann. Prädikat: Sollten Sie unbedingt lesen.

Haselnussblüten. Ein erstes Zeichen für das Erwachen der Natur im Frühjahr Quelle: pixabay, NickyPe

Es gibt schon Pollenflug, obwohl das Ländle unter einer Schneedecke liegt. Am Oberrhein sind die erste Pollen von Erlen in der Luft. Keine Sorge für Allergiker. Noch sind es zu wenige Pollen, um spürbare allergische Symptome auszulösen.

Was geht in der Welt rum? In den Tropen, die momentan wieder so weit weg scheinen wir vor 100 Jahren, gibt es neben der Coronainfektion viele weitere bedeutsame Infektionen. Allen voran, was die Häufigkeit betrifft, spielt das Dengue-Fieber eine wichtige Rolle, gerade für Kinder. So traten in Peru 55.665 Erkrankungen auf, an denen 28 Menschen verstarben. In dieser Region ist diese Erkrankung erst seit den 1980ger Jahren bekannt. Zuvor war vornehmlich der asiatische Raum betroffen. Eine Impfung ist bis heute nicht verfügbar. So bleibt der wichtigste Schutz, sich die tagaktiven Mücken mit Insektenschutzmitteln vom Leib zu halten.

ich wünsche Ihnen viel Kraft, die enormen Belastungen für Familien zu tragen und zu ertragen. Es grüßt Sie herzlich, Ihr

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.