Was geht rum? 13. Februar 2021

Fasnet: nit uff de Gass Quelle: ptw

Lebende Leitlinie“: SARS-CoV-2-Übertragung in Schulen

Impfschutz gegen Virusmutanten: wenige, aber ermutigende Daten

Pollensaison startet am Oberrhein und Bodensee

Baden-Württemberg: Wenig Infektionen. Wenig Keuchhusten, keine Masern

China: Geburtenrückgang um 15%

Steht bei Ihnen zuhause neben der Zahnbürste auch schon das Wattestäbchen für den Schnelltest? Das wäre vielleicht hilfreich. Viele Tests – das wird gerne übersehen – ersetzen aber nicht die Maßnahmen, um Viren fernzuhalten. Um Abstand ……. na ja, Sie wissen schon.

Schulen und KiTas aufmachen? Wenn’s ums seelische Wohl der Kinder geht am besten schon gestern. Aber ist das virologisch sinnvoll? Wenn sich die Mehrheit der Erwachsenen bei Kontakten zurückhalten würde, könnten wir uns offene KiTas und Grundschulen sicher leisten – weniger Virus bei den Erwachsenen, vielleicht etwas mehr bei Kindern. Immerhin gibt es nach dem ersten Jahr der Coronapandemie nun eine Leitlinie „Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle der SARS-CoV-2-Übertragung in Schulen“. Darin sind die Ergebnisse der Studien zu dieser eminent wichtigen Frage zusammengetragen. An der Erstellung des Papiers sind viele Verbände beteiligt, darunter die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), die Deutsche Gesellschaft für pädiatrische Infektiologie (DGPI) und das Robert-Koch-Institut (RKI). Was besonders gut ist: Diese lebende Leitlinie wird laufend angepasst werden.

Homeoffice. Das machen heute ja alle. Wenigstens gefühlt alle: Schön unabhängig von zuhause arbeiten, unter dem perfekten Jackett die geliebte Jogginghose. Und ein guter Kaffee ist auch immer zur Hand.

Offensichtlich hat der Trend des Homeoffice inzwischen auch die Tramfahrer erreicht wie das nebenstehende Bild zeigt. Dürfen Tramfahrer bei der Arbeit Jogginghosen tragen?

Wie steht es um die Wirksamkeit der Corona-Impfungen bei der Abwehr von mutierten SARS-CoV-2? Dazu gibt es bislang zwei Informationen. Die erste kommt aus Südafrika. Dort hat eine Studie der Universitäten Oxford und Witwatersrand eine geringe Schutzwirkung des Impfstoffes von AstraZeneca gegen die südafrikanische Mutante B.1.351 belegt. Eine andere Studie untersuchte – im Labor ! – die Schutzwirkung des Impfstoffes von BioNTech/Pfizer gegen die gleiche Variante. Dabei fanden die Forscher um Nathaniel Landau aus New York eine gegenüber dem „normalen“ Coronavirus abgeschwächte Wirkung des Impfstoffes. Die Impfung war jedoch deutlich besser wirksam, als die Antikörper nach einer durchgemachten Impfung. Diese Daten müssen nun noch im klinischen Alltag geprüft werden, machen aber Mut.

Flug der Haselpollen am Oberrhein (Basel) in der letzten Woche. Quelle: pollenflug.ch

Letzte Woche scheint schon lange her. Wo in dieser Woche die Schneeflocken vom Winde verweht werden, waren es zuvor die Pollen von Erle und Hasel. Der Wechsel von Frühjahr zum Winter war beeindruckend. Nach den Vorhersagen der Meteorologen können sich Pollenallergiker bis Anfang nächster Woche sicher fühlen. Die Kälte bleibt erstmal.

Aktuell gibt es wenig Infektionen, wenn man von Coronaerkrankungen absieht. Das Rhinovirus beschert den Menschen aber weiterhin leichten Schnupfen, die Grippe (Influenza) scheint in diesem Winter auszufallen. Keuchhusten trat in der letzten Woche bei sechs Menschen im Ländle auf. Damit hat sich die Gesamtzahl auf 23 im Jahre 2021 erhöht. Letztes Jahr – noch vor der Pandemie – waren es zu gleichen Zeit 212 Keuchhustenfälle. Ein Rückgang um fast 90%! Ähnlich selten sind Erkrankungen an Masern (in Baden-Württemberg in 2021: 0) und Mumps (2021:1, 2020: 18). Apropos Masern: Wer mehr über diese Krankheit und die Impfung dagegen wissen möchte, kann sich das kurze Video der Kassenärztlichen Bundes-Vereinigung ansehen.

Bevölkerungswachstum in China seit 1980 (in Millionen Menschen) Quelle: statista

China ist das Land auf der Erde mit den meisten Einwohnern. Mit der Ein-Kind-Politik wurde 1979 eine strikte Maßnahme umgesetzt, um das Bevölkerungswachstum zu bremsen. Doch der Wohlstand, späte Heiraten und eine besonders hohe Scheidungsrate brachten es mit sich, dass immer weniger Kinder zur Welt kamen, obwohl die Kinderzahl seit 2016 nicht mehr staatlich begrenzt ist. Erschreckend ist, dass die Zahl der Geburten im vergangenen Jahr 11,79 auf 10,04 Millionen gesunken ist – ein Rückgang von 15%.

Gemeinsam …. Quelle: pixabay, Gerd Altmann

Vor einem Jahr, kurz bevor die Pandemie unser Leben veränderte, haben viele der praxisblättle– Leser in einer Umfrage angegeben, uns auch finanziell unterstützen zu wollen. Das hat uns sehr gefreut und Mut gemacht. Bei den laufenden hohen Kosten können wir das praxisblättle leider nicht ohne Ihr aktive Hilfe fortführen. Unterstützen können Sie uns ganz klassisch per Überweisung (planet4kids media, Fidor Bank AG,  DE97 7002 2200 0020 4770 40, FDDODEMMXXX; Stichwort „praxisblättle„). Oder Sie nutzen Patreon, über den Sie uns einen kleinen Betrag monatlich spenden können. An dieser Stelle schon mal: Herzlichen Dank 🙂

Was geht in der Welt rum? Pandemien haben die Welt schon immer heimgesucht. im Mittelalter war das beispielsweise die Pest. Die ist in vielen Ländern wie Madagaskar oder auch in der Demokratischen Republik Kongo weiterhin nicht ausgerottet. Im Kongo sind im letzten halben Jahr 420 Fälle gemeldet worden, davon 29 Todesfälle. Das Ebola-Fieber hat ebenfalls im Kongo ( Butembo in der Provinz Nord-Kivu) wieder ein Menschenleben gekostet. Welche Folgen das SARS-CoV-2 bisher im Kongo hatte, ist nicht belegt.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Kindern viel Spaß bei Sonne, Schnee und Eis. Ich grüße Sie herzlich, Ihr

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