Fingerknacken – ein Problem?

Finger, die eine Tram stoppen wollen. Quelle: ptw

Jedes Kind probiert das wohl mal aus: das Fingerknacken. Wenn Eltern das mitbekommen sind sie häufig besorgt, was einige Kinder dazu anregt es immer wieder zu machen, Manchmal als Provokation, häufig auch aus Langeweile.

Ist das Fingerknacken schädlich? Hat es Folgen für die Gelenke, sei es dass diese vermehrt beweglich würden oder dass eine Arthrose die Folge ist? So einfach solche Fragen scheinen, so führen sie doch oft zu Stirnrunzeln beim Kinder- und Jugendarzt.

Erstaunlicherweise gibt es zu diesem Thema einige Literatur. Diese bezieht sich zumeist auf Erwachsene, die jedoch schon lange das Fingerknacken praktizierten. Das Ergebnis: Ein negativer Effekt auf die Gelenke lässt sich mit verschiedenen Methoden nicht nachweisen. Die Literatur zu diesem Thema gipfelt in dem Selbstversuch eines Dr. Donald L. Unger aus Kalifornien (in Englisch), der an seiner linken Hand über 50 Jahre die Finger mindestens 2 mal täglich knackte, während er die rechte Hand in Ruhe ließ. Nach mindestens 36.500 Knackversuchen konnte er keinen Unterschied zwischen beiden Händen finden und insbesondere keine Arthrose.

Eltern können also gelassen ihren Kindern zuschauen, wenn sie die Finger knacken lassen. Mit dieser Nonchalance dürfte dieser Tic der Kinder bald vorbei sein.

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