TIPP Mutter/Vater-Kind-Kur abgelehnt: Wie Einspruch einlegen?

Bewegung - Sport und neue Freunde. Das erleben Kinder oft in der Kur. Foto: pixabay, vereinballschule

Für kranke oder überlastete Eltern gibt es die Möglichkeit von Kuren. Diese kann unter gewissen Voraussetzungen zusammen mit den eigenen Kindern erfolgen. Im Zentrum dieser Maßnahme stehen Mutter oder Vater, weswegen sie auch als Mutter/Vater-Kind-Kur bezeichnet wird. Als Voraussetzung für die Mitaufnahme des/der Kinder kommen in Frage:

  • Das Kind kann ebenfalls behandlungsbedürftig, weil es zum Beispiel an einem Infektasthma leidet.
  • Es zu befürchten ist, dass das Kind unter der Trennung von der Mutter/Vater leidet.
  • Bei alleinerziehenden Vätern oder Müttern: Eine belastende Mutter-(Vater)-Kind-Beziehung soll verbessert werden.
  • Bei alleinerziehenden Vätern oder Mütter: Das Kind kann während der Kur nicht anderweitig betreut werden.

Diese Fragen beantwortet der Kinder- und Jugendarzt auf einem Antrag, der der jeweiligen Krankenkasse vorgelegt wird.

Was aber tun, wenn trotz allem der Antrag auf die Mutter/Vater-Kind-Kur abgelehnt wird? In vielen Fällen hängt das davon ab, bei welcher Krankenkasse man versichert ist; manche Kassen lehnen häufiger ab als andere. Auch die Dauer der Bearbeitung dieser Anträge ist höchst unterschiedlich. Nach Untersuchungen braucht die AOK Baden-Württemberg hierfür besonders lang, nämlich bis zu 6 Wochen.

Eine Ablehnung ist nicht in Stein gemeißelt. Insofern kann und sollte man gegen den negativen Bescheid Widerspruch einlegen. Untersuchungen belegen, dass 40% der Widersprüche erfolgreich sind.

Wie lege ich Widerspruch ein?

Zunächst reicht ein formloses Schreiben, in dem das Aktenzeichen und Datum der Ablehnung vermerkt sind. Hierzu kann man beispielsweise das Muster verwenden, das die Redaktion von Finanztip.de bereithält. Der Widerspruch muss innerhalb eines Monats bei der Krankenkasse eingehen. Um das nachweisen zu können, sollte man ihn als Einschreiben verschicken.

In diesem Widerspruch sollte die Notwendigkeit der Kur nochmals begründet werden. Dabei kann die Unterstützung durch den Arzt/Kinderarzt sowie Beratungsstellen (Verbraucherzentrale, Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD)) sinnvoll sein.

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