Schnuller und Nahrungsmittelallergie

Stillen. Foto: pixabay, Larissa Sampaio

Vielen Babys wird ein Schnuller angeboten. Meist als Beruhigung (pacifier – „Beruhiger“ ist das englische Wort für Schnuller) oder auch, um sie kurz abzulenken, bevor sie zum Stillen an die Brust angelegt werden.

In einer australischen Studie gingen Victoria X. Soriano und Mitarbeiterinnen nun der Frage nach, ob der Gebrauch von Schnullern einen Zusammenhang mit Nahrungsmittelallergien haben könnte.

Dazu befragten die Forscherinnen 894 Mütter/ Familien ab der 28. Schwangerschaftswoche als die Babys im Alter von 1, 6 und 12 Monaten waren. Bei den einjährigen Kindern wurde geprüft, ob eine Nahrungsmittelallergie vorliegt.

Es zeigte sich, dass die Benutzung von Schnullern im Alter von 6 Monaten das Risiko für eine Allergie gegen Nahrungsmittel um den Faktor 1,94 erhöhte. Bei genauer Betrachtung beruhte dieser Effekt auf einem besonders hohen Risiko für NM-Allergien, wenn Schnuller zuvor auch mit einem Antiseptikum gereinigt wurden. Schnullern + Antiseptikum führten zu einem fast 5-fachen Risiko an einer Nahrungsmittelallergie zu erkranken. 

Wieso es zu diesem hohen Risiko kommt, ist bislang nicht geklärt.

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