Schlagwort: Allergie

Was geht rum? 21. März 2020

Inzwischen beherrscht uns das Coronavirus bereits seit mehr als zwei Monaten. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Den Verlauf der Erkrankung zeigt erschreckend deutlich diese interaktive Karte. Ihre Daten beruhen auf den gemeldeten und geprüften Fallzahlen des RKI (Robert Koch-Institut in Berlin). Innerhalb von 9 Tagen hat sich die Zahl der Erkrankungen in Baden-Württemberg mehr als verzehnfacht. Bezogen auf 100.000 Menschen von 2.5 (11. März) auf heute morgen 33.3 (21.März). Auch im Alltag ist zu spüren, dass sich viele Menschen aus dem öffentlichen Raum zurückziehen. Das ist gut so, denn bekanntermaßen ist die soziale Distanz im Moment wichtig, um die Ausbreitung des COVID-19 zu bremsen: #SocialDistancing.

Für alle Eltern, die ihren Arbeitgeber noch überzeugen müssen, dass sie zuhause arbeiten können, gibt es zum home office einen kostenlosen Ratgeber „guide“ des Magazins t3n hier. Eine Möglichkeit, für die eigenen Kinder da zu sein und dennoch arbeiten zu können. Nicht immer einfach, aber …. immerhin.

Haben mein Kind oder ich uns mit dem Coronavirus angesteckt? Das fragen sich wohl einige Familien täglich. Das Problem ist, dass die Erkrankung nicht ganz so leicht zu erkennen ist. Die Symptome von COVID-19 kommen auch bei anderen Erkrankungen vor. Damit ist eine Diagnose nur über die Testung möglich. Im Einzelnen kann auftreten:

  • Fieber (bei etwa 90%)
  • Husten, meist als eher trockener Reizhusten (70%)
  • Durchfall (02 – 33%)
  • verstopfte Nase
  • Störungen des Riechens  

Es bleibt also das Problem, dass wir Erkrankte nicht erkennen können. Auch, weil manchmal fast keine Symptome vorliegen, aber dennoch eine Ansteckungsfähigkeit. Nach Informationen des RKI geht die Ansteckungsfähigkeit bis zu 7 Tage lang. Inzwischen hat eine Forschergruppe um Florian Krammer von der Icahn School of Medicin am Mount Sinai in New York einem Antikörpertest (Publikation in englischer Sprache) entwickelt. Mit dessen Hilfe kann im Serum eines Menschen nachgewiesen werden, ob COVID-19 durchgemacht wurde. Damit könnten Personen identifiziert werden, die bereits eine Abwehr gegen das neue Coronavirus aufweisen ohne dass sie spürbar diese Krankheit durchgemacht hätten.

Die aktuellen Erkrankungszahlen weltweit zeigt die bekannte Karte der Johns Hopkins University.

Zecke am Ohr. Klein, aber deswegen nicht harmlos. Quelle: ptw

Die warmen Tage der letzten Woche haben zwei weitere medizinische Belastungen aufleben lassen. Zum einen die Zecken. Sie sind wieder aktiv und verbreiten im Wesentlichen zwei Krankheiten. Da ist einmal die bakteriell bedingte Borreliose, die zunächst wenig Symptome macht und in dieser Phase unbedingt erkannt werden sollte. Dann lässt sie sich mit einem Antibiotikum vollständig behandeln. Zum anderen gibt es die FSME (Früh-Sommer-Meningo-Encephalitis). Sie wird durch Viren ausgelöst und ist nach Ausbruch nicht mehr (ursächlich) behandelbar. Andererseits gibt es eine gut wirksame Impfung, um sich davor zu schützen. Wer die noch nicht hat und sich gegen FSME wappnen möchte, sollte sich jetzt impfen lassen.

Birkenpollenflug am Oberrhein in Basel Quelle: pollenundallergie.ch

Die andere Entwicklung in der letzten Woche mit den traumhaften Temperaturen war die spürbare Zunahme des Pollenfluges. Die Pollen-Allergien sind zurück. Noch ist der Flug der Birkenpollen – bis auf die letzten 3 Tage – schwach. Daran wird sich auch in der ersten Hälfte der kommenden Woche nichts ändern. Sollten aber die Temperaturen wieder angenehme Werte um 20 Grad erreichen, wird sich für Birkenpollenallergiker einiges ändern. Wer also plant, seinem allergischen Kind ein Antihistaminikum zu geben, tut sich gut daran bald damit zu beginnen. Der Erfolg ist spürbar grösser, wenn die Therapie vor den ersten Beschwerden begonnen wird. Wann das ist, hängt natürlich vom Wohnort ab. Kinder am Kaiserstuhl werden bald Probleme bekommen. Wer in Freudenstadt lebt hat vermutlich noch wenige Wochen Zeit.

In afrikanischen Metropolen geht es eng her. Durch die Bedeutung der kleinen und großen Märkte als Versorgungszentren sind die Kontakte unter den Menschen deutlich häufiger als bei uns. Bleibt zu hoffen, dass das Coronavirus wenigstens dort fernbleibt. Quelle: ptw

Was geht in der Welt rum? Angesichts der massiven Krise durch COVID-19 in Europa, sind Informationen über ferne Länder im Moment für Familien mit Kindern wenig bedeutsam. Reisen sind ohnehin untersagt. Dennoch beobachten wir auch die anderen Regionen in der Welt. So die Zentralafrikanische Republik, in der seit Jahresbeginn über 6600 Menschen – meist Kinder – an Masern erkrankt sind. Verstorben sind daran 108 Personen. Die Masern werden auch durch Viren verursacht. Gegen sie gibt es jedoch eine sehr gut wirksame Impfung, die bei uns leider nicht von allen genutzt wird. In Afrika steht diese aus Kostengründen oft nicht zur Verfügung. Dadurch sind gerade Kinder und Jugendliche auch den Masern hilflos ausgeliefert.

Sollte die Coronavirus-Pandemie in Afrika gleiche Ausmaße annehmen wie bei uns, werden wir noch ganz schreckliche Dinge – aus der Ferne – erleben. Ich fürchte, das wird in wenigen Wochen der Fall sein. Nachdem gestern die ersten drei (offiziellen) COVID-19-Fälle in Madagaskar gemeldet wurden, hat auch dort der Sturm auf Toilettenpapier und einige andere Artikel de täglichen Lebens eingesetzt. Dort gibt es einige wenige Supermärkte für die Wohlhabenden, in denen es also genauso abläuft wie bei uns.

Ich wünsche Ihnen für das Wochenende genügend Gelassenheit, um die vielen beunruhigenden Meldungen zu verarbeiten. Schön, dass uns wenigstens die Natur täglich ein Stückchen mehr mit ihren Farben erfreut. Es grüßt Sie herzlich, Ihr

Peter Th. Wolff

Was geht rum? 07. März 2020

Das Masernschutzgesetz ist eine Woche alt. Es betrifft viele Menschen. In erster Linie Eltern, deren Kinder im Kindergarten, Kindertagesstätte oder der Schule sind. Klare Informationen zum Nachweis des Impfschutzes finden Sie hier. Noch mehr betrifft diese Regelungen die Leitungen der jeweiligen Einrichtung. Für sie hier der Link zum Informationsblatt des Bundesministerium für Gesundheit.

Häufigkeit verschiedener Viren in Abstrichen, die dem RKI bis jetzt (KW 9, 2020) eingesandt wurden Quelle: AG Influenza

Wie weit hat sich das Coronavirus ausbreiten können? Inzwischen (gestern Abend 21:00) sind über 101.000 Menschen weltweit an COVID-19 erkrankt, davon 670 in Deutschland (keine Todesfälle). In Baden-Württemberg sind (Stand 06. März 2020) aktuell 96 Personen davon betroffen. Erkrankungen mit Influenza wurden im Ländle bis Ende Februar 17166 mal gemeldet. Die Grippewelle hält also weiter an und betrifft besonders Bayern und Baden-Württemberg.

Aus der Graphik oben wird deutlich, wie sich die Rhinoviren („Schnupfenvirus“) bis Weihnachten 2019 immer mehr zurückzogen und die Influenza-Viren zum Platzhirsch wurden. Die Karte links zeigt die hotspots (rot) für die Grippe in Deutschland. Kurz zusammengefasst: In der letzten Woche hat sich in Bezug auf die Infektionen im Land für die Kinder und Jugendlichen kaum etwas geändert.

Alle Kinderkrankheiten liegen mehr oder weniger im gleichen Rahmen wie vor einem Jahr. In der vergangenen Woche traten 37 Neuerkrankungen an Keuchhusten auf, davon alleine elf im Ortenaukreis.

Nach dem warmen Winter stellt sich auch die Frage: Wann legen die Birkenpollen los? Diese brauchen noch etwas Zeit und Wärme, um sich zu sammeln. Der viele Regen bremst auch die Kollegen der Erlen und Haseln aus. Noch können sich Allergiker also enspannt in die Natur begeben.

In Deutschland ist gerade für viele Pollenallergiker Montelukast (wie Singulair©) eine wichtige Arznei. Gut wirksam und einfach einzunehmen. Nun kommt von der amerikanischen Behörde für Arzneimittel FDA ein „boxed warning“. Wegen bekannter Zusammenhänge mit neuro-psychiatrischen Auffälligkeiten, sollte diese Arznei bei milden Symptomen eines allergischen Schnupfen nicht mehr eingesetzt werden. Weitere Details (in englischer Sprache) finden Sie hier.

Teil einer Tentakel von Physalia physalis. Quelle: ptw

Was geht in der Welt rum? An den Stränden im Norden von Gran Canaria (Spanien) wurden in den letzten Wochen immer wieder Tentakeln der Portugiesischen Galeere Physalia physalis) gefunden. Die Tentakeln sollten bei Kontakt unbedingt in Salzwasser entfernt werden, am besten mit einem Hilfsmittel (wie hier im Bild mit einem Plastikmesser), so dass man sie seitlich abstreifen kann. Danach soll nach Meinung vieler Betroffener Backpulver auf der Haut verrieben werden. Damit so ein Vorgehen klappt, müssen alle diese Substanzen immer zum Strand mitgenommen werden.

 

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende. Genießen Sie, wenn Sie gesund sind, das kräftige Zwitschern der Vögel das in dieser Jahreszeit seinen Höhepunkt erreicht.

Neue Therapie bei Erdnussallergie

Vor Jahrzehnten schien die Behandlung der Nahrungsmittelallergien noch sehr schlicht: „Alles weglassen“. Im Falle der Erdnuss hieß das, dass allergische Kinder erst ab 12 Jahren Erdnüsse und Erdnussprodukte (peanut butter) essen sollten. Doch das Konzept hat sich inzwischen komplett gedreht. Heute gibt es schon Überlegungen, Kinder kurz nach der Geburt mit diesem kräftigen Allergen bekannt zu machen. Kinder mit massivem Risiko (sog. Hochrisikokinder) bekommen heute – noch unter experimentellen Bedingungen – Erdnuss in kleinsten Mengen angeboten, die schrittweise gesteigert werden. Dies erfolgt so langsam, dass der Körper die Erdnuss zwar bemerkt, aber nicht als fremd einschätzt. So hofft man für die betroffenen Kinder eine Toleranz zu erzielen. Die Toleranz soll verhindern, dass bei versehentlichem Kontakt mit dem Allergen ein schwerer allergischer Schock (Anaphylaxie) ausgelöst wird. Diese orale Immuntherapie (OIT) ist aber heute noch keine Option für Eltern mit allergischen Säuglingen. Es zeigt nur, dass eine Behandlung im Prinzip möglich ist. Leider ist es nicht ganz ungefährlich, so dass noch viel Forschung nötig sein wird bis eine unproblematische OIT für Nahrungsmittel gefunden ist.

Grundsätzlich gibt es die orale Immuntherapie schon recht lange. Bisher wird diese in Bezug auf Nahrungsmittel aber nur bei größeren Kindern und Jugendlichen (und Erwachsenen) eingesetzt. In englischer Sprache können Sie hier in einem Betrag der AAAAI (American Academy of Allergy, Asthma & Immunology) nachlesen, wie die OIT momentan zu bewerten ist.

Was inzwischen tatsächlich möglich ist ist eine Therapie für Kinder von 4 bis 17 Jahren. Die amerikanische Zulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) hat am 31. Januar 2020 Palforzia zugelassen. An der PALISADE-Studie, die zu dieser Zulassung führte haben in Nordamerika und Europa (u.a. auch die Charité in Berlin und die Universität Frankfurt) 551 Patienten teilgenommen. Damit gibt es erstmals eine standardisierte Immuntherapie gegen ein Nahrungsmittel. Bisher wurde die OIT immer von einem erfahrenen Allergologen auf dem Hintergrund seines Wissens und seiner Erfahrung durchgeführt. Jetzt ist diese Therapie also quasi ein Medikament geworden. Damit ist Palforzia mit einer Immuntherapie vergleichbar, die es bei Bienengift- oder Gräserpollen bereits gibt. Halt in diesem Fall gegen Erdnuss. Weitere Einzelheiten hierzu finden Sie in der Stellungnahme der FDA (in englischer Sprache).

Damit ist medizinisch ein großer Schritt gelungen. Vermutlich, wird sich das auch bald in der Presse so darstellen. Bei allem muss klar sein, dass dieses neue Produkt Palforzia aber eine Allergie gegen Erdnuss nicht heilen kann.

Was geht rum? 01. Februar 2020

Gut versteckt hinter den Coronaviren kommen die Influenzaviren fast unbemerkt daher. Ihre Ansteckung ist grösser, auch das Risiko daran zu versterben. Es scheint, als hätten wir uns zumindest medial schon an  die Grippewelle gewöhnt.

Konsultationsindex. Er zeigt, wie oft Menschen in Baden-Württemberg wegen Atemwegsinfektionen den Arzt aufsuchen Foto: AG Influenza

Die Daten für Deutschland zeigen, dass im Vergleich zu den letzten Jahren die Zahl der Grippekranken in diesem Jahr schon recht hoch liegt. Auch in Baden-Württemberg ist die Zahl der nachgewiesenen Grippefälle massiv nach oben geschnellt, parallel auch die Erkrankungen der Atemwege überhaupt, wie die Graphik gerade für die Kinder im Infektalter (hellgrün; 0-4 Jahre)  zeigt. Besonders betroffen sind die Städte um Stuttgart herum (Böblingen, Esslingen und Ludwigsburg). Auch hier gilt übrigens: aufs Händeschütteln verzichten und öfter mal die Hände waschen schützt.

Pollendaten für die Hasel an der Messstation Basel. Foto: pollenundallergie.ch

Sich gegen die Pollen zu schützen ist schon schwieriger. Das schafft am besten das Wetter wie die Graphik für den Oberrhein (Basel) deutlich macht. Der Pollenflug war in diesem Jahr sehr früh und sehr stark, aber die letzten 10 Tage war weniger los. Hohe Temperaturen am Wochenende und der Wind werden die Lage nun wieder ändern.

Nochmal zurück zu den Coronaviren. Täglich werden uns neue Zahlen über Neuerkrankungen und Todesfälle mitgeteilt. Die neuesten Informationen versuchen wir zeitnah in unseren Artikel im praxisblättle vom Montag einzuarbeiten. Es scheint, dass Kinder nicht sehr stark betroffen sind. Für Kinder in Baden-Württemberg dürfte das Risiko also trotz allem extrem gering sein.

Es gibt natürlich noch viele andere Krankheiten, die Kindern zusetzen. In „Konkurrenz“ zur Influenza gibt es Infektionen mit RSV (respiratory syncytial virus). Diese Erkrankung kommt immer wieder parallel zur Influenza vor. Bei einer RSV-Infektion kommt es meist zu Fieber um 38 – 39 Grad (also meist weniger als bei der Grippe), aber im Gegenzug zu mehr Beschwerden der Atemwege. Da insbesondere die kleinsten Bronchien („Bronchiolen“) betroffen sind, sind es Säuglinge und Kleinkinder, die besonders leiden müssen. Die Möglichkeiten von Medikamenten sind leider beschränkt, weswegen immer wieder stationäre Behandlungen erforderlich sind, um eine ausreichend Sauerstoff- und Flüssigkeitsversorgung sicherzustellen.

Die Größeren Kinder und Jugendliche sind regional von der Mononukleose (Pfeiffer’sches Drüsenfieber) häufiger betroffen. Diese Krankheit verläuft – wie auch die Infektion mit den Coronaviren – öfter asymptomatisch. Es gibt also Jugendliche, die die Krankheit durchmachen ohne es zu merken. Andere sind schwer krank. In einem Betrag des praxisblättle können Sie sich über Details informieren.

Seit gestern ist in den USA erstmals eine Therapie zur Abschwächung des Risikos einer  Anaphylaxie (schwerer allergischer Schock) zugelassen. Das Medikament heißt Palforzia und ist bei Erdnussallergie für Kinder und Jugendliche von 4 bis 17 Jahren zugelassen. Weitere Details finden Sie in englischer Sprache hier in einer Stellungnahme der Food and Drug Administration (FDA). In Kürze werden wir dieses Thema auch im praxisblättle behandeln. Auf deutsch. Nur so viel sei verraten: Die Zulassung ist wirklich ein großer Schritt für allergische Kinder und Jugendlich, aber zunächst nur für sehr wenige von ihnen.

Was geht in der Welt rum? Noch ist Afrika nicht von den Coronaviren betroffen. Wohl aber von Malaria, was für die Menschen dort extrem gefährlich ist. Bedingt durch die Regenzeit ist das beliebte Reiseziel Sansibar seit Monaten stark von der Malaria betroffen. Deswegen ist neben den allgemeinen Maßnahmen (Anwendung von DEET u.a.) eine Malariaprophylaxe wichtig.

Was geht rum? 25. Januar 2020

Die letzte Woche war typisches Januar-Wetter: ein meteorologisches Hoch über Mitteleuropa, vielerorts strahlende Sonne und … nein, die Temperaturen waren nicht niedrig. Eigentlich ist das die Zeit der kräftigen Minusgrade. Sollten die vielleicht versetzt erst im Februar kommen, wäre das eine Gelegenheit, Hausstaubmilben zu bekämpfen. Milben verabscheuen sehr kühle Temperaturen, sie mögen noch weniger trockene Luft und die Sonne lieben sie auch nicht. Wenn uns also bald mal ein wunderschönes Hoch mit tiefen Temperaturen vergönnt sein sollte: Matratze solange auf den Balkon stellen wie die Sonne scheint und es draußen trocken ist. Eine einfache und „biologische“ Technik um Milben das Leben schwer zu machen. Mutige Eltern können sie dann auch nach alter Sitte ausklopfen. Aber bitte nicht, wenn die allergischen Kinder dabei stehen.

Nachgewiesene Influenza-Erkrankungen (unterschiedliche Untersuchungsmethoden wie Kultur, PCR u.a.), Stand 23.01.2020    Foto: AG Influenza

Wie vor einer Woche angedeutet, scheint die Grippewelle (Influenza) im Ländle langsam Fahrt aufzunehmen.Die Zahl der zunehmenden Virusnachweise ist eindrücklich. Die Säule für die 4. Woche ist noch niedrig, weil die Woche erst in 3 Tagen endet (Stand 23.01.2020). Das RKI schätzt übrigens, dass zwischen 5% bis 20% der Bevölkerung – je nach Schwere der Grippewelle –  in jeder Saison an Influenza erkranken. Kinder und Jugendliche sollten bei Verdacht auf Influenza dem/der Kinderärztin vorgestellt werden. Für kritische Verläufe, beispielsweise bei chronischen Erkrankungen wie Herzfehlern, steht ein Medikament (Oseltamivir) zur Verfügung, das den Verlauf der Grippe etwas abmildern kann.

Für die Windpocken ist weiterhin Ravensburg der HotSpot. Für Keuchhusten ist es der Ortenaukreis. Andere Kinderkrankheiten spielen eine untergeordnete Rolle.

Aktuell gibt es regional erheblich Häufungen an Mittelohrentzündungen. Dabei liegen meist eitrige Infektionen vor, also nicht nur Entzündungen des Trommelfells. Es erscheint also sinnvoll, Kinder mit Ohrschmerzen vom Kinderarzt*in untersuchen zu lassen. Auch wenn eine eitrige Entzündung nicht unbedingt sofort eine antibiotische Therapie braucht.

In der vergangenen Woche berichteten wir vom beginnenden Pollenflug in der Bodenseeregion. Inzwischen ist die Belastung mit Haselpollen auf hohem Niveau angekommen. Der Sonnenschein mancher Orte hat die Temperaturen auf teilweise zweistellige Werte gehoben. Es verwundert nicht, dass auch bereits Erlenpollen am Bodensee messbar sind.

Was geht in der Welt rum? Das Coronavirus steht weltweit im Fokus. In der Stadt Wuhan in China erkrankten vor wenigen Wochen Menschen an einer unklaren Lungenentzündung. Bei 41 von ihnen konnte das neuartige Virus (bisherige Bezeichnung: 2019-nCoV) zunächst nachgewiesen werden. Inzwischen wurden auch in Thailand, Japan, Südkorea, Singapur, Vietnam und den USA einzelne Erkrankungen nachgewiesen.

Spezifische Empfehlungen können Reisenden momentan nicht gegeben werden. Sinnvoll erscheinen folgende Vorsichtsmaßnahmen besonders Kinder und Jugendliche:

  • Reisen in die o.g. Länder sollten zunächst verschoben werden. Falls dies nicht möglich ist gilt es große Menschensammlungen soweit möglich zu meiden.
  • Vorsicht bei Kontakten zu Personen, die an Atemwegserkrankungen (Husten, Schnupfen) erkrankt sind.
  • Das Tragen eines Atemschutzes erscheint sinnvoll.
  • Ausreichende Hygiene, insbesondere Händewaschen nach Kontakt zu kranken Personen.
  • Keine Kontakte zu wilden oder gar toten Tieren.

Nachdem sich die Informationen zum Coronavirus teilweise überschlagen, werden wir morgen einen extra Beitrag im praxisblättle veröffentlichen. Für Europa und insbesondere für Kinder und Jugendliche in Europa besteht im Moment keinerlei Grund zur Sorge.

TIPP Elternratgeber Anaphylaxie

Die schlimmste Ausprägung einer Allergie ist die Anaphylaxie – in Deutsch: der allergische Schock. Dieser stellt eine Überreaktion des Organismus dar, der auf an sich harmlose Stoffe wie Nüsse oder einen Bienenstich unangemessen heftig reagiert. In der Summe hilft er sich selbst überhaupt nicht. Vielmehr verursacht die Überreaktion eine rasche Ausschüttung von aktiven Botenstoffen wie Histamin, die den gesamten Körper in Gefahr bringt. Kurzum: Der Körper reagiert zu heftig und gefährdet sich dabei selbst massiv.

Eine Anaphylaxie kann auf verschiedenste Reize hin erfolgen. Für Kinder und Jugendliche sind dies meist allergische Reaktionen auf Nahrungsmittel (Nüsse, Ei, Fisch und andere), Insektenstiche (vorwiegend Biene oder Wespe) und Medikamente.

Kurz und prägnant sind die wichtigsten Informationen im Elternratgeber Anaphylaxie der GPS (Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin) zusammengefasst.

Bei Anaphylaxien ist eine enge Zusammenarbeit mit der/m Kinder- und Jugendärztin enorm wichtig. Neben der medizinischen Bewertung geht es auch um verschiedene Fragen: Ist eine Schulung sinnvoll oder notwendig? Sollte der Kindergarten oder die Schule informiert und für einen möglichen Notfall geschult werden? Müssen Medikamente ständig vorgehalten werden?

Hyposensibilisierung

In diesem Jahr haben wieder viele Kinder und Jugendlich das erste Mal gemerkt, dass sie allergisch sind. Plötzlich war der Sommer nicht mehr so spaßig wie sonst. Die Augen tränten, die Nase lief oder es plagte sie ein nerviger Husten.

Eine akute Therapie mit Antihistaminika wie Cetirizin oder lokale Augentropfen wie DNCG wurden vermutlich eingesetzt. Damit wurde auch klar, wie mühsam es sein kann, einigermaßen beschwerdefrei über Wochen oder Monate mit einer Allergie zu leben.

Kann ich meine Allergie erfolgreich behandeln?

So oder ähnlich lauten die Fragen, die Schulkinder oder Jugendliche in dieser Situation an den Kinder- und Jugendarzt richten. Und von dem kommt meist ein …. JEIN. Die Beschwerden ein für alle mal zu beseitigen, das gelingt kaum – also NEIN. Aber JA, es gibt eine Therapie, die an der Ursache ansetzt. Die spezifische Immuntherapie. Diese ist sehr erfolgreich, beim einen mehr, beim anderen weniger. Bei einer Allergie gegen Biene mit hervorragendem Erfolg, bei Allergien gegen Pollen und Milben mit guten Erfolg, gegen Schimmelpilze eher dürftige Ergebnisse.

Spezifische Immuntherapie

Heute nennen Mediziner die Hyposensibilisierung meist spezifische Immuntherapie (SIT). Andere nennen sie noch Desensibilisierung – und alle meinen das gleiche. Diese Therapie ist über hundert Jahre alt und beruht auf dem Prinzip, dem Körper das Allergen (bei einer Gräser-Pollen-Allergie also die Gräserpollen) zunächst in sehr geringer Dosis zuzuführen, um diese schrittweise bei guter Verträglichkeit zu steigern. Damit versucht man beim Organismus im Idealfall eine Toleranz auszulösen. Im Idealfall würde beispielsweise der Gräserpollenallergiker im Sommer beschwerdefrei die schönen Tage genießen können. Diese Erfolge gibt es. Meistens – bei etwa 90% – kann jedoch „nur“ eine spürbare Linderung der Beschwerden erreicht werden. Und: Durch die Behandlung wird auch das Risiko gesenkt, weitere Verschlimmerungen zu erfahren. So kann die spezifische Immuntherapie das Risiko für die Entwicklung eines Asthma deutlich senken. Auch das Risiko, eine weitere Allergie zu entwickeln ist spürbar geringer.

Wer sich weiter informieren will: Die wichtigsten Punkte sind in einem Elternratgeber der Gesellschaft Pädiatrische Allergologie (GPA) gut zusammengefasst.

Bitte wenden Sie sich mit ihrem allergischen Kind an Ihren Kinder- und Jugendarzt und lassen Sie sich individuell beraten, ob für Ihr Kind – bzw. für Dich als Jugendlicher – eine Therapie sinnvoll und möglich ist.

Nuss-Allergien bei Kinder immer häufiger

Wenn das Thema Allergie es bis in die Schlagzeilen des Economist schafft, dann ist offensichtlich was los. The Economist ist eine sehr seriöse britische Wochenzeitung mit den Schwerpunkten Wirtschaft und Politik. Es kommt also selten vor, dass sie sich um ein medizinisches Thema kümmert.

Entwicklung von Allergien gegen Nüsse im Kindesalter. LINKS Notaufnahmen in US-Kliniken wegen allergischer Reaktion RECHTS Darstellung der Häufigkeit von Erdnussallergien in Prozent des Geburtsjahrgangs. Foto: The Economist

Wie die Grafik (links) zeigt nehmen schwere allergische Reaktionen („Anaphylaxie„) gegen Nahrungsmittel wie Milch oder Ei in den USA seit etwa 15 Jahren nur langsam zu. Demgegenüber steigt die Zahl der Notfälle mit Atemnot und Hautschwellungen seit 10 Jahren für viele Nüsse dramatisch an.

Für Deutschland stellt sich die Situation – noch? – anders dar. Hier ist die Erdnuss nur teilweise im Ernährungsplan angekommen und die Allergien gegen dieses Allergen sind vergleichsweise gering, wenn man die Häufigkeiten mit denen der USA oder Israel vergleicht. Aber auch bei uns zeigt sich ein Trend zu häufigeren Allergien gegen Nuss-Allergene.

Fast zeitgleich kam von der Gesellschaft Pädiatrische Allergologie (GPA) ein Elternratgeber zu den Baumnussallergien heraus. Darin sind die momentan wichtigsten Informationen für Kinder und Jugendliche in Deutschland übersichtlich zusammengefasst.

Bald gibt es vielleicht neue Möglichkeiten der Behandlung. In den USA zeigte die Studie eines neuen Typs einer oralen Hyposensibilisierung, dass Betroffene bereits nach einer 6-monatigen Therapie mit AR101 (Palforzia©) – so heißt die Therapie – mehrheitlich 600 mg Erdnussallergen vertragen. Das sind immerhin zwei Nüsse pro Tag – eine ganze Menge für jemanden, der zuvor schon bei Geruch von Erdnuss erste Symptome durchmachte. In den USA erwartet man die Zulassung für Anfang kommenden Jahres.

Allergie gegen Hausstaubmilben

Hausstaubmilben haben wenig Freunde in der Welt. Schon das Aussehen stößt bei Menschen auf wenig Gegenliebe, ihre acht Beine tun ein Übriges. Sie gehören zu den Spinnentieren und kommen in etwa 50 Arten vor.

Ursprünglich waren die Hausstaubmilben Mitbewohner von Vogelnestern. Inzwischen haben viele die Nähe zu den Menschen als angenehmer entdeckt. Dort gibt es neben den angenehmen Temperaturen (am besten um die 27 Grad Celsius) und der höheren Luftfeuchtigkeit auch genügend Nahrung. Die Hautschuppen sind zumindest für die Art Dermatophagoides pteronyssinus die Lieblingsspeise. In Deutsch übersetzt heißt der Name dieser Art übrigens schlicht: Hautfresser. Sie ist die wichtigste Milbe in unserem Hausstaub.

TAE Platts-Mills Foto: factor.niehs.nih.gov

Ihre Bedeutung in Bezug auf Allergien wurde 1978 durch Prof. Tom Platts-Mills erkannt, dem es gelang das erste Milbenallergen zu identifizieren. Damit war der Weg frei, um den von der Hausstaubmilben-Allergie betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie Erwachsenen gezielter helfen zu können.

Wesentlicher Bestandteil der Therapie ist seither die sog. Sanierung. Dabei werden für die Milben mithilfe eines Bündels von Maßnahmen schlechtere Lebensbedingungen geschaffen. Da Hausstaubmilben sehr zäh sind, überleben einige aber auch das. Die Anzahl der Spinnentierchen im Haushalt kann jedoch soweit gesenkt werden, dass vielen betroffenen Allergikern ohne Einnahme eines Medikaments die Beschwerden genommen werden.

Kürzlich kam von der Gesellschaft Pädiatrische Allergologie (GPA) ein Elternratgeber zur Hausstaubmilbenallergie heraus, in dem die einzelnen Maßnahmen nochmals zusammengefasst sind.

Zöliakie

Die Zöliakie ist eine chronische Erkrankung, die durch eine Unverträglichkeit von Gluten – früher auch häufiger Kleber genannt – ausgelöst wird. Als Gluten wird eine Mischung von Eiweißen (Proteinen) in gewissen Getreidesorten bezeichnet. Die Zöliakie wird also durch den Verzehr von Getreide und Getreideprodukten ausgelöst.

Die Ursache für die Unverträglichkeit liegt im Zusammenspiel einer allergischen Reaktion des Darmes mit einer Autoimmunerkrankung. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Erkrankung mehr ist als eine Erkrankung des Darmes; auch andere Organe sind betroffen. Als auslösende Getreide gelten: Gerste, Weizen, Dinkel, Hafer, Roggen, Grünkern. Unproblematisch sind Reis, Mais, Hirse, Teff (Grundlage für Injera, ein äthiopisches Fladenbrot). Buchweizen und Quinoa (das Grundnahrungsmittel in der Andenregion) werden ebenfalls gut vertragen, sind auch biologisch betrachte keine Getreide.

Die Häufigkeit der Erkrankung hat über die letzten Jahrzehnte zugenommen. Zugenommen hat infolge deutlich verbesserter Diagnostik auch die Zahl der aufgedeckten Erkrankungen. Neben den typischen Krankheitsbildern (siehe unten) gibt es Verlaufsformen mit geringen oder auch fehlenden Symptomen. Die Zöliakie beginnt häufig im Kinderalter und betrifft mehr Mädchen als Jungen. Je nach Region liegt die Häufigkeit bei 1-3% in Europa. Bei einigen Grundkrankheiten ist das Risiko eine Zöliakie zu entwickeln um bis zu 5-10% erhöht: Diabetes mellitus, Autoimmunthyreoiditis, Trisomie 21, Turner-Syndrom, Williams-Beuren-Syndrom, selektivem IgA-Mangel und Autoimmunhepatitis. Es besteht ein erhöhtes familiäres Risiko.

Neben der Zöliakie gibt es auch eine Weizenallergie, die recht häufig ist. Hierbei besteht eine Allergie gegen Gluten + Weizenproteine. Als dritte Variante gibt es auch eine  Nicht-Zöliakie-Nicht-Weizenallergie-Weizensensitivität, die wissenschaftlich noch umstritten ist. Welche dieser Erkrankungen vorliegt kann der spezialisierte Arzt mit verschiedenen diagnostischen Tests herausfiltern.

Symptome

Bei klassischen Verläufen stehen im Kindesalter die Gedeihstörungen nach Einführung getreidehaltiger Nahrungsmittel am Anfang. Meist kommt es parallel zu Durchfällen (Verstopfung ist aber auch möglich!). Die große Stuhlmenge passt nicht zu der Menge an Nahrung, die das Kind aufnimmt. Die Stühle sind fettig. Viele Eltern berichten, dass ihr Kind zunehmend lustlos und missmutig wurde. Die Lebenslust und Vitalität geht zurück. Beim Zahnarzt fallen manchmal typische Zahnschmelzdefekte auf.

Diese Symptome treten beim Jugendlichen meist deutlich abgeschwächt auf, zumal in diesem Alter Stimmungsschwankungen auch hormonell erklärbar sind.

Diagnosestellung

Typische Darmschleimhaut bei Zöliakie. Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Celiac_disease_-_high_mag.jpg

In den letzten Jahrzehnten war die Diagnose nur mit Hilfe einer Biopsie (Entnahme eines kleinen Stückes Dünndarm) möglich. Diese wurde im Stadium der Erkrankung sowie nach Besserung unter Diät ein zweites Mal durchgeführt. Das Bild der Darmschleimhaut ist typisch und zeigt einen hohen Anteil an Entzündungszellen (T-Lymphozyten).

Inzwischen können verschiedene Laborwerte aus dem Blut – inklusive von genetischen Merkmalen (HLA-DQ2/DQ8) – die Diagnose einer Zöliakie in vielen Fällen bestätigen, so dass die eingreifende Untersuchung der Darmschleimhaut nur noch selten erforderlich ist.

Therapie

Die gute Nachricht ist, dass die Zöliakie mit einer glutenfreien Diät sicher behandelbar ist. Die schlechte Nachricht: dieses Diät ist nicht ganz einfach und verlangt im Alltag von den Betroffenen sehr viel ab. Das beginnt bei der Kennzeichnung der Nahrungsmittel (ist wirklich kein Gluten enthalten?) und reicht bis zum sozialen Druck, der sich beim „gemütlichen Bier“ am Abend bei Jugendlichen ergeben kann.

Eine konsequente Therapie ist von entscheidender Bedeutung. Dadurch kann in erster Linie komplette Beschwerdefreiheit erzielt werden. Bei nicht konsequenter Diät bleibt die Entzündung im Darm in einem gewissen Maße bestehen. Dies kann vielfältige Folgen haben:

  • Die Aufnahme von Nährstoffen ist eingeschränkt. Wenn zu wenig Eisen aufgenommen wird, kommt es über kurz oder lang zu einer Blutarmut (Eisenmangelanämie). In Bezug auf die verminderte Aufnahme von Calcium kann eine Osteoporose die Folge sein.
  • Über Jahrzehnte steigt bei bestehender chronischer Entzündung das Risiko für die Entwicklung eines Darmkrebses.
  • So wie einige Autoimmunerkrankungen (siehe oben; z.B. Diabetes mellitus) das Risiko für die Entwicklung einer Zöliakie steigern, so kann die nicht ausreichend therapierte Zöliakie auch das Risiko für die Entwicklung einer Autoimmunerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus; Hashimoto-Thyreoiditis) darstellen.
  • Bei nicht ausreichend konsequenter Diät ist auch das Risiko für eine Verminderung der Fruchtbarkeit (Fertilitätsstörung) erhöht. So soll bei unklarer Unfruchtbarkeit die Ursache in 8% eine unbekannte oder nicht ausreichend behandelte Zöliakie sein.

Die Zöliakie ist eine lebensverändernde Krankheit. Ihre Behandlung besteht in einer lebenslangen gluten-freien Diät, die hohe Anforderungen im Alltag stellt. Dadurch können aber schwere Folgeerkrankungen verhindert werden.

Die Diagnose der Zöliakie wird in aller Regel durch den Kinder- und Jugendarzt in Kooperation mit Kinder-Gastroenterologen gestellt. Ist die Diagnose klar, steht die Ernährungsberatung an, die durch entsprechend ausgebildete Fachkräfte erfolgt. Für den Alltag ist die Unterstützung durch andere betroffene Familien ganz entscheidend. Hierfür ist die Kontaktaufnahme mit der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft e.V. ein wichtiger Türöffner.