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Tierliebe kann Folgen haben: Ringelflechte (Tinea corporis)

Pilzerkrankungen gehören weltweit zu den häufigsten Infektionen. Zu diesen zählt die Ringelflechte, die durch Fadenpilze (Dermatophyten) ausgelöst wird. Mediziner bezeichnen sie als Tinea. Nachfolgend sind einzelne Formen mit dem Ort ihres Auftretens benannt:

  • Tinea capitis – Kopf
  • Tinea facei – Gesicht
  • Tinea corporis – Rumpf und Gliedmaßen
  • Tinea corporis gladiatorum – am Rumpf bei Ringern
  • Tinea barbae – Bartbereich

Die Fadenpilze werden in aller Regel von den Tieren auf den Mensch, teilweise auch von Mensch zu Mensch (etwa bei Ringern) übertragen:

  • Meerschweinchen
  • Katzen: über 20% aller Katzen sind mit Microsporum canis infiziert
  • Hamster
  • Hasen
  • Kälber

Häufig verlaufen die Krankheiten bei Tieren ohne Symptome, während bei Menschen stark entzündliche Hauterkrankungen auftreten. Deswegen ist es für Tierbesitzer oft schwer ersichtlich, ob beim eigenen Haustier ein Befall mit einem der Pilze vorliegt.

Festgestellt wird die Erkrankung meist als sog. Blickdiagnose, d.h., der Arzt weiß wie die Tinea aussieht und stellt mit dem ersten Blick die Diagnose. Danach folgt die Sicherung des Erregers, was gelegentlich schwierig und immer zeitraubend (2-6 Wochen) ist.

Gleichzeitig wird mit der Therapie begonnen, die je nach Ausprägung und Tiefe der Pilzinfektion unterschiedlich ausfällt. Häufig ist bei Kindern eine Salbenbehandlung z.B. mit Clotrimazol (2 x tgl.) über einen Monat ausreichend.

Parallel muss versucht werden, die Ursache herauszufinden. Denn eine Therapie macht nur Sinn, wenn auch die Ursache behandelt wird. Bei Katzenbesitzern sollte beispielsweise die Katze vom Tierarzt auf Pilzerkrankungen untersucht und behandelt werden. Enge Tierkontakte, z.B. im Bett, sind unbedingt zu vermeiden.

Kindernamen und Tiernamen: die Unterschiede schwinden

In der kinderärztlichen Praxis lassen sich die Trends bei der Namensgebung sehr leicht feststellen. Gelegentlich kann es dann vorkommen, dass in den Patientendaten ein Name für sieben verschiedene Kinder herhalten muss. Das ist tatsächlich meistens Müller in Kombination mit dem aktuell beliebtesten Vornamen. Das Lieschen hat aber als Vorname schon längst ausgedient.

Im letzten Jahr waren Emma (mit 2.04%) bei den Mädchen und Ben (mit 2.01%) bei den Jungen die beliebtesten Namen.

Auf dem Spielplatz kann’s aber kompliziert werden. Da können den Eltern schon mal sabbernde Vierbeiner statt ihrer Kinder entgegenkommen, wenn sie „Emma, komm her!“ rufen. Denn Emma ist bei den Mädchennamen zwar auf Platz eins, bei den Hündinnen aber immerhin auch auf Platz 5. Bei Mia (Platz 2 bei Mädchen) könnte eine Katze angeschlichen kommen, für die liegt dieser Name an fünfter Stelle.

Bei den Jungens ist’s ähnlich. Hier führen Felix (bei Katzen Platz 3) und Max (bei Hunden Platz 10) zu Verwechselungen.

Früher mussten andere Namen wie Muschi, Mausi, Mohrle, Pussy für die Tiere herhalten. Deren Inhalt hat sich geändert, keiner würde solch ein Wort ohne Gesichtsröte in der Öffentlichkeit rufen. Die Tiernamen haben sich also den Namen der Kinder in dem Maße angenähert, wie sie auch von den Menschen eingeschätzt werden. Immerhin bezeichnen 90% der Familien das Haustier als „vollwertiges Familienmitglied„.

Wie sagen Tierärzte so treffend: „Das letzte Kind hat Fell“