Schlagwort: obstruktive Bronchitis

Was geht rum? 04. Januar 2020

Die Atemwegsinfekte nehmen weiter zu. Das ist nicht verwunderlich. Aber sie bewegen sich noch auf einem niedrigen Niveau. Viele Kinder leiden im Moment unter einer Bronchitis mit verengten Atemwegen (obstruktive Bronchitis). Der Feinstaub aus der Silvesternacht hat die Beschwerden sicher nicht verbessert. Inwieweit er dazu beiträgt, dass der Husten schlimmer wird oder länger anhält ist nicht klar. Glücklicherweise gehen die Feinstaubwerte an vielen Orten deutlich zurück. Der heutige Regen wird weiter helfen.

Meldedaten für die Influenza in Baden-Württemberg. Darin aufgeführt sind die verschiedenen Labormethoden, um die Influenza zu sichern. Foto: AGI

Die Influenza („Grippe“) ist noch kaum präsent. Ein erster Anstieg der gemeldeten Erkrankungen Mitte Dezember ist glücklicherweise wieder abgebrochen. Erfahrungsgemäß treten diese schweren Infektionen meist in den ersten drei Monaten des Jahres auf. Manchmal gerade dann, wenn uns schon die ersten Frühlingsgefühle erreichen.

Was geht in der Welt rum? Die Influenza – „Grippe“ – ist momentan nahezu weltweit ein Thema. Auf der Nordhalbkugel unseres Planeten nehmen die Erkrankungen seit Wochen zu. In Süd- und Mittelamerika spielt sie im Moment kaum eine Rolle außer in Kuba (Influenza B). Auch in Asien ist wenig Aktivität außer im Iran und auf den Philippinen. Aus Afrika werden insgesamt niedrige Erkrankungszahlen gemeldet, außer aus Westafrika. Aus den USA wurden vom CDC (Center for Disease Control) jedoch zum Jahresende bereits 2.100 Todesfälle an Influenza gemeldet. Allein in der letzten Woche des Jahres 2019 waren auch drei Todesfälle bei Kindern zu beklagen.

praxisblättle-Newsletter. Foto: ptw

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Was geht rum? 23. Februar 2019

Bald kommt es zum Stresstest für die Infektionen. In den vielen Narrennestern von Baden-Württemberg wird sich zeigen, welche Kraft die Viren noch haben. Oder umgekehrt, wie gut die Kinder und Jugendlichen inzwischen ihr Immunsystem auf Trab gebracht haben.

Zunächst sind die Atemwegserkrankungen noch immer auf einem hohen Niveau, aber deutlich niedriger als im letzten Jahr. Eine Grippewelle wie im letzten Jahr scheint es für Baden-Württemberg nicht mehr zu geben, wie die Daten der Arbeitsgemeinschaft Influenza andeuten.

Abbildung 1. Nachweis von Influenzaviren durch PCR in Baden-Württemberg je Kalenderwoche in der Saison 2018/2019. Foto: AGI

Leider sind jedoch die Erkrankungen mit dem RSVirus noch immer sehr bedeutsam. Diese Infektionen sind für viele der betroffenen Säuglinge eine enorme Belastung. Oft dauert die Erkrankung bis zu 10 Tagen, ohne dass Arzneimittel zur Verfügung stünden, die Dauer zu verkürzen. Solche Arzneien gibt es für die sog. banalen Infekte bekanntermaßen auch nicht. Da sind jedoch so Mittel wie hinliegen und sich ausruhen oder ein Löffel Honig zur Hustenlinderung möglich.

Letzte Woche trat eine Häufung an obstruktiven Bronchitiden auf. Bei diesem Typ von Entzündung der Bronchialschleimhaut steht die Schwellung im Vordergrund. In der Folge kommt die Luft einfacher in das Bronchialsystem hinein als wieder hinaus. Hörbare Folge: eine pfeifende Atmung. Für das betroffene Kind spürbare Folge: Atemnot. Inhalationen sind meist sehr hilfreich. In jedem Fall sollte ein Kinder- und Jugendarzt aufgesucht werden.

Das schöne Wetter und die jahreszeitlich milden Temperaturen arbeiten den Pollen weiter in die Hände. Am Oberrhein sind die Pollenbelastungen durch Haselpollen bereits auf mäßigem Niveau. Für die kommende Woche wird mit weiterer Zunahme des Pollenflugs gerechnet. Allergiker sollten sich darauf einstellen und eventuell erforderliche Medikamente bereit halten.

Was geht in der Welt rum? In vielen Ländern der Erde zeigt das Dengue-Fieber weiterhin wozu es fähig ist. Da erscheinen die Erkrankungszahlen beim Coronavirus sehr gering. In Oman sind dort seit Ende Januar diesen Jahre 10 Infektionen sowie 4 Todesfälle festgestellt worden. Eine wichtige Schutzmaßnahme ist, sich von Dremedaren fernzuhalten.

Was geht rum? 24. November 2018

Der kalte und trübe Herbst ist bei uns im Südwesten angekommen. Die feinen Nebeltröpfchen werden geschmacklich spürbar ergänzt von dem, was die Nachbarn und man selbst in den Kamin stecken, um das Haus kuschelig warm zu halten. Alle gemeinsam atmen wir das wieder ein. Und unsere Kinder müssen häufiger husten. Umwelt geht uns offensichtlich alle an.

In dieser Zeit legen auch die Infekte wieder einen Gang zu. Neben den Infektionen mit Adenoviren (Reizhusten, Halsschmerz, Magen-Darm-Beschwerden) kommen jahreszeitlich typisch Atemwegserkrankungen mit obstruktiver Bronchitis hinzu. Der Krupphusten ist bislang noch auffällig selten.

An apple a day, keeps the doctor away“. Noch liegen geschmackvolle Äpfel und intakte Äpfel unter den Bäumen. Ob diese Weisheit wirklich hält was sie verspricht, wissen wir dann im Frühling.

Was geht in der Welt rum? Manchmal sind es keine Infektionen, die die Menschen bedrohen. In Indien, genauer in Neu-Dehli und seiner Umgebung (National Capital Territory of Delhi (NCT)) ist die Umweltbelastung zur Zeit extrem hoch. Das betrifft ganz besonders Kleinkinder, älter Menschen und Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen (COPD, Asthma bronchiale). Diese sollten die Region meiden.