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Was geht rum? 26. September 2020

Mit den ersten Frühnebeln beginnt die Schupfensaison. In diesem Jahr sind damit für Sie als Eltern mehr Überlegungen und Sorgen verbunden. In unserem Beitrag Schnupfen im Herbst haben wir für Sie eine kleine Orientierung zusammengestellt, was bei akut auftretendem Schnupfen zu beachten ist.

PCR-Test Quelle: cdc

In den vergangenen Monaten nahm die Zahl der Corona-Tests enorm zu. Damit konnten viele Infizierte identifiziert und frühzeitig isoliert werden. Ein Grund, warum die Zahl der Corona-Erkrankten in Deutschland im internationalen Vergleich noch recht niedrig. ist. Diese Tests – dahinter steckt die sog. Polymerase-Kettenreaktion, kurz: PCR-RT genannt – setzen aber sehr leistungsfähige Labors voraus und eine umfangreiche Logistik, beginnend mit dem Transport des Wattestäbchens ins Labor. Erst mit der raschen Übermittlung der Daten vom Labor an die Patienten / Gesundheitsämter ist dieser Prozess abgeschlossen. Im Idealfall sind das 24 Stunden. Seit den Pannen in Bayern ist jedoch klar, wie anfällig ein solcher Prozess ist. In Kürze gibt es vermutlich schnellere Vor-Ort-Alternativen:

Patientennahe Tests („point-of-care“ – Tests),oftmals auch Antigentests genannt: Diese funktionieren wie die Schwangerschaftstests und enthalten im Testkit alle Reagenzien, um Bestandteile des Coronavirus schnell zu erkennen. Ihr Vorteil liegt darin, dass sie ein Testergebnis in weniger als 90 Minuten liefern. Direkt am Ort der Untersuchung. Dennoch weisen sie eine große Zielgenauigkeit (Spezifität) und Empfindlichkeit (Sensitivität) auf. Das zeigt eine Veröffentlichung einer Arbeitsgruppe aus London und Oxford zum CovidNudge (in Englisch). Zur Zeit werden weltweit verschiedene Antigentests geprüft, so auch von der Arbeitsgruppe von Prof. Drosten an der Charité in Berlin. Man hofft, dass sie in Kürze verfügbar sind.

Mit dem Lüften wollen wir die Tröpfchen mit Virusinhalt nach draußen vertreiben. Dort haben die Viren unter UV-Strahlung und anderen ungünstigen Bedingungen keine günstigen Bedingungen mehr. Quelle: pixabay, Alexas Fotos

Auch in Baden-Württemberg zeigt sich mancherorts „nachlässiges Freizeitverhalten“, weswegen auch hier die Infektionszahlen mit dem Coronavirus zunehmen. Das sind beängstigende Nachrichten für Eltern, deren Kinder in der Kita oder in der Schule sind. Das Verhalten junger Menschen in Bars oder Clubs können sie nicht ändern. Das ist anders beim Faktor „Lüften“. Bis diese Woche konnten öffentliche Räume bei herrlichem Wetter leicht gelüftet werden. Das ändert sich nun. Eltern sollten nachfragen, wie in Schulen und Kitas die Lüftung auch im November oder Februar sichergestellt werden kann. Noch einmal Prof. Drosten im Berliner Tagesspiegel auf die Frage Ist Lüften wichtiger als Händewaschen? „Ja, das ist es, nach Datenstand“.

Mit dem Herbst kommen pünktlich einige Infektionen zurück. Besonders häufig sind das Racheninfekte meist mit Schnupfen: „Schnupfensaison“. Einige dieser Infekte der oberen Atemwege steigen etwas ab und führen auch schon mal zum Krupphusten. Alle Eltern, die bei ihrem Kind diese Krankheit bereits erlebt haben, sollten darauf vorbereitet sein, wenn der Krupphusten – meist ganz plötzlich – eintritt.

Magen-Darm-Infektionen gibt es teilweise auch in Kombination mit einer Racheninfektion. Das weist auf die Adenoviren hin, die zu den „üblichen Verdächtigen“ in dieser Jahreszeit gehören.

Bei den Kinderkrankheiten bleibt alles wie letzte Woche: Wenige (4) Neuerkrankungen an Keuchhusten in Baden-Württemberg sowie – gegenüber der Vor-Corona-Zeit – die Hälfte bei den Windpockenerkrankungen. Glücklicherweise kein Mumps und keine Masern.

Bällebad – purer Spaß für Kinder Quelle: ptw

Heute möchte ich Ihnen planet4kids media vorstellen. Mit diesem Label verbinden sich Projekte, die zur Gesundheit und Wohlbefinden von Kindern weltweit beitragen wollen. Zwei Projekte sind bereits ohne finanzielle Hilfe von außen abgeschlossen. Das eine ist die VAVANY-Studie, die im Jahre 2009 in Antananarivo (Madagaskar) durchgeführt wurde. Das andere ist die MAKI-Studie, die ich Ihnen in der letzten Woche im praxisblättle kurz vorgestellt habe. Beides sind Projekte, für die sich auch in Zeiten großartiger Gesten von Firmen und bekannten Persönlichkeiten keine finanziellen Unterstützer finden.

Das dritte Projekt – und darum geht es heute – ist Ihr praxisblättle. Im Frühjahr, kurz bevor die Pandemie unser Leben veränderte, haben viele der praxisblättle– Leser in unserer Umfrage ihre Bereitschaft erklärt, uns auch finanziell zu unterstützen. Das hat uns sehr gefreut und uns Mut gemacht. So können wir weiterhin – wie schon seit 25 Jahren – dieses Format ohne Werbung beibehalten. Unterstützen können Sie uns ganz klassisch per Überweisung (planet4kids media, Fidor Bank AG,  DE97 7002 2200 0020 4770 40, FDDODEMMXXX; Stichwort „praxisblättle“; Die Kontodaten finden Sie künftig auch auf unserer Homepage). Oder Sie nutzen Patreon, über den Sie uns einen kleinen Betrag monatlich spenden.

Welche Kosten fallen für die Erstellung des praxisblättle an (wichtigste Posten)?

  • Fotographie. Manche Bilder müssen eingekauft werden
  • Zugang zu Original-Literatur. Medizinische Fachliteratur ist meist nicht kostenlos.
  • Kosten für Unterhalt und Pflege der Homepage

Was geht in der Welt rum? In diesem Jahr hat das West-Nil-Fieber den Süden Europas in einem Ausmaß erreicht, dass bisher unbekannt war. Nach 4 Jahren Pause, kam es in Spanien zu einem Ausbruch. Zunächst mit 6 Erkrankten in Sevilla. Inzwischen sind in der südlichen Nachbarschaft in Cádiz 61 Personen daran erkrankt, von denen 5 verstorben sind. Das bei weitem schlimmere Übel aber bleibt für Spanien COVID-19. Allein in der letzten Woche sind daran laut spanischem Gesundheitsministerium  517 Personen verstorben (Stand 23.09.2020)

Das regnerische Wochenende lädt zu gemütlichen Stunden zuhause ein. Ich wünsche Ihrer Familie viele lustige gemeinsame Stunden, sei es beim Bücherlesen oder Kochen oder anderen kreativen Familienevents, Ihr

Kinderwagen: gute Modelle sind selten

Die Stiftung Warentest widmet sich in ihrer neuesten Ausgabe (8/2020) dem Kinderwagen. Sie sollen die Kinder sich durch die Gegend transportieren, wenn die Kräfte der Eltern das nicht mehr erlauben. So bequem wie auf Mamas oder Papas Arm sind sie jedoch mitnichten. Das zeigt sich im Ergebnis: Nur zwei Sitze können überzeugen. Auch deswegen, weil die meisten Wannen der Kinderwägen zu klein für die Kleinen sind. Das erstaunt dann doch.

Die beiden „gut“ gestesten Modell wollen wir hier kurz erwähnen. Wie immer möchte wir allen Eltern jedoch den gesamten Beitrag (Seiten 70-75) sehr empfehlen. Im Kleingedruckten finden sich noch viele Informationen, die für die „Fahrgäste“ Kinder wichtig sind.

Name Note Preis Anmerkung
Maxi-Cosi Lila XP 2,2 950 € hohes Gewicht (leere Schale: 4,6 kg); sperrig
Hartan YES GTS 2,3 1100 € nur für Kinder bis 36 Monate Alter

Die Preise sind happig, bei den schlechter getesteten Modell jedoch nur selten günstiger.

Babytragetücher

Nach der Geburt werden in vielen Kulturen die Babies eng am Körper getragen. Meist von den Müttern. So spüren die Säuglinge weiterhin, wie zuvor im Mutterleib, die Wärme der Eltern, den Herzschlag und hören die bekannte Stimme. Und sie sind am Leben direkt beteiligt.

Das einfache Tragetuch, das hierzu früher auch bei uns verwendet wurde, muss gekonnt gefaltet werden, um den Körper des Säuglings in seiner natürlichen Haltung zu tragen. Weil das so mühsam ist, werden heute verschiedene Tragetücher angeboten. Die Stiftung Warentest hat sich im Januarheft 2020 diesem Thema gewidmet. In TEST-Heft finden Eltern auf den Seiten 64-70 eine Reihe guter Hinweise. Dabei geht es insbesondere um die Haltung des Rückens und der Hüfte (M).

Hier wollen wir kurz die guten Tragesysteme als Einstieg in das Thema vorstellen:

Typ Name Note Preis Anmerkung
Vollschnallen-Tr. Manduca XT 2.0 159 € einfache Anwendung
Kokadi Flip Gr Baby 2.1 179 € einfache Anwendung
Halbschnallen-Tr Hoppediz Nabaca R 1.9 150 € ergonomisch sehr gut
Cybex Maria.tie 2.5 120 €
Tragetücher Amazonas Carry Sling 1.7 50 € Wickeltechnik erforderlich
Didymos Prima 1.8 109 € Wickeltechnik erforderlich

Bei den Tragetüchern müssen Eltern eine Wickeltechnik erlernen, was bei den Halb- und Vollschnallen-Tragetüchern nicht erforderlich ist. Ansonsten zeichnen sich alle vier getesteten Tücher durch Schadstofffreiheit und einen recht günstigen Preis aus.

Tablets sind ein Risiko für Kinder

In einer vor kurzem veröffentlichten Studie legten Forscher erstmals Daten vor, die sich mit der Mediennutzung von Kleinkindern beschäftigen.

Die Forscher um John S. Hutton und sein Team vom  Cincinnati Children’s Hospital Medical Center untersuchten dabei eine Gruppe von 47 Kleinkindern im Alter von 3 bis 5 Jahren. Diese absolvierten verschiedene kognitive Tests und eine MRT (diffusionsgewichtet). Deren Eltern wurden mit Hilfe des ScreenQ-Fragebogens über das Nutzungsverhalten ihrer Kinder in Bezug auf Smartphones und Tablets befragt. Zum Vergleich für kindgerechtes Verhalten gegenüber diesen Medien wurden die Empfehlungen der American Academy of Pediatrics (AAP) herangezogen. Die AAP schlägt Eltern beispielsweise vor, Kindern zwischen zwei und fünf Jahren nicht länger als eine Stunde am Tag vor einem Display sitzen zu lassen.

Im Ergebnis fanden die amerikanischen Forscher Veränderungen in der weißen Hirnsubstanz bei den Kindern, die ein hohes Nutzungsverhalten für die neuen Medien aufwiesen. Bereiche des Gehirns, die eng mit Sprache und dem Erlernen von Schreiben und Lesen verbunden sind, waren deutlich weniger strukturiert.

Diese Studie kann nur ein Anfang sein, Einflüsse neuer Medien auf unsere Kinder besser zu verstehen. Weitere Untersuchungen sind erforderlich. Der Studienleiter John S. Hutton fasst kurz zusammen: „Die Ergebnisse machen deutlich, wie wichtig es ist, die Effekte von Smartphone- und Tablet-Nutzung auf das Gehirn zu untersuchen“.

Bis dahin ist es sich nicht falsch, Kleinkinder von den Medien fernzuhalten. Oder noch besser: Kinder sollten angeregt werden, die Natur zu genießen: Spiele im Freien, Schneebälle werfen, wenn es mal kurzzeitig die Chance dazu gibt. Und wenn’s draußen mal richtig stürmt basteln oder „Mensch-ärgere-Dich-nicht“ spielen. Die Zeit rausgehen zu dürfen wird im Leben mit den Jahren immer kürzer. Und ob’s bald noch Schnee gibt? Also los geht’s!

Und wenn Sie in Bezug auf das Coronavirus auf dem aktuellen Stand bleiben wollen: Hier im praxisblättle finden Sie die neuesten Informationen. Ganz am Ende des Beitrags steht ein Link zur interaktiven Karte von Bloomberg – sehr informativ (aber in Englisch).

Vorsicht beim Kauf von Akustik- Spielzeug: Schadstoffe und mangelnde Sicherheit

Schon in einem Monat ist Weihnachten. Fußgängerzonen sind traumhaft beleuchtet, die Werbung attackiert uns – natürlich smart – mit unwiderstehlichen Angeboten gerade auch für Kinder.

Da ist es ganz gut, dass die Stiftung Warentest in ihrem neuen Heft (Dezember 2019) auf Risiken von Akustik-Spielzeug aufmerksam macht. Eltern sind also gut beraten, wenn sie vor den großen Weihnachtseinkäufen ein Blick ins neue Heft werfen (ab Seite 78).

Neben empfehlenswerten Produkten – ganz vorne liegt der Klassiker Barbie – wird vom Kauf einiger Geräte abgeraten. Diese stammen von so angesehenen Marken wie Revell.

Übrigens: alle Produkte sind in China (oder in einem unbekannten Land) hergestellt. Egal ob sie eine gute oder eine mangelhafte Qualität aufweisen. „Made in ….“ sagt also nichts darüber aus, wie gut das Produkt ist.

TIPP Test über Kinderwagen

Die Stiftung Warentest hat sich wieder einmal dem Thema Kinderwagen gewidmet. Das tut sie bereits seit dem Jahre 1972 und setzte Standards, die sich heute für die Sicherheit der Kinder positiv auswirken. Wie im Testheft vermerkt, waren in dem neuen Test  „so viele Wagen wie ….noch nie gut“. Im Folgenden geben wir eine kleine Übersicht über die Monokinderwagen (Kinderwagen für nur ein Kind) die anregen soll, sich den gesamten Test anzusehen (Stiftung Warentest, August 2019).

Produkt Note Preis Anmerkung
Hauk Saturn R Duoset 2,3 400 Wanne reicht, bis Kind auf Sitz wechseln kann
ABC Design Salsa 4 2,4 700 lässt sich schnell und intuitiv montieren
Bugaboo Fox 2,4 1150 bestes Sonnenverdeck
Joolz Day 3 2,4 900 große Wanne
Joolz Geo 2 2,5 1000 erweiterbar zum Geschwisterwagen
Kinderkraft Moov 2,5 260 günstigster guter Wagen

Autokindersitze

Sicherheit im Straßenverkehr hat einen enormen Stellenwert. Ein wichtiger Meilenstein sind Autokindersitze. In regelmäßigen Abständen befasst sich die Stiftung Warentest mit diesem Thema, so dass es für Eltern recht einfach ist sich zu orientieren.

Für die ausführlichen Ergebnisse verweisen wir auf den präzisen Testbericht im neuesten TEST-Heft (Juni 2019). Damit Sie sich etwas orientieren können, hier schon einmal einige der besten Ergebnisse vom Baby bis zu Kindern von 105 cm Körperlänge (i-Size) in Tabellenform. Dabei sind die neuen Ergebnisse mit * gekennzeichnet.

Name Preis Note Anmerkungen
Maxi-Cosi Jade+3wayFix * 420 € 1,5 Körperlänge 40 – 70 cm
Cybex Aton M i-Size&Base M i-Size 350 € 1,6 Körperlänge 45 – 87 cm; siehe Test 2017
Pef Perego Primo Viaggio i-Plus * 370 € 1,6 Körperlänge 40 – 83 cm
Brittax Römer Baby-Safe2 i-Size 350 € 1,7 Körperlänge 40 – 83 cm; siehe Test 2018

Für Kinder vom Babyalter bis zu 36 kg Körpergewicht liegen ebenfalls einige neue Testergebnisse vor:

Name Preis Note Anmerkungen
Kippan Kiss 2 Plus 500 € 2,5 bis 18 kg; siehe Test 11/2017
Nachfolger Hy5.1 TT * 350 € 2,7 bis 18 kg
Heyner Multifix Twist * 350 € 3,2 bis 18 kg
Apramo All Stage * 430 € 3,8 bis 36 kg

Gerade vor dem Antritt in den Urlaub ist es sinnvoll, die Frage der Sicherheit im Auto nochmals zu prüfen. Dabei ist es in Anbetracht der hohen Kosten der Sicherheitssysteme günstig, sich die Ergebnisse des Tests im Detail anzusehen.

Tomaten-Ketchup

Was ist das Lieblingsessen von Kindern? Das habe ich Kinder bei Vorsorgeuntersuchungen recht oft gefragt. In den meisten Fällen war es „Pommes ….. mit Ketchup“, wie sie leicht verzögert ergänzten. Dann war ich draußen. Bei Ketchup endet für mich der Genuss.

Für Sie als Eltern will ich aber die wesentlichen Ergebnisse der Stiftung Warentest zur Leibspeise der Kinder kurz aufführen (Test aus dem Mai 2019). Dort erreichen immerhin neun Produkte die Note 2.0, in den meisten Fällen ist der Kauf eines guten Produkts also gar nicht schwierig.

Name Note Preis pro 100 ml Anmerkung
Alnatura Tomaten Ketchup 1,6 0,36 € bestes Testergebnis, Bio
Bio Zentrale Biokids TK 2,0 0,60 € Bio
Denn’s Biomarkt Dennree 2,0 0,54 € Bio
Lidl Kania Tomaten Ketchup 2,0 0,16 €
Rapunzel Tomaten Ketchup 2,0 0,62 € beste chemische Qualität; Bio
Rewe Ja Tomaten Ketchup 2,0 0,16 €
Werder Feinkost Tomaten K 2,0 0,29 €
Werder Feinkost Tomaten K 2,0 0,34 €
Werder FK TK ohne Zuckerz. 2,0 0,31 €

 

 

Ein Klassiker bei Kindern: Apfelschorle im Test

Sie hat sich bei den Kindern einen festen Platz gesichert: die Apfelschorle. Obst, also auch der Apfel, ist für Kinder immer gut. Uns weil’s nicht zu süß sein soll, greifen Eltern gerne auf eine Mischung mit Wasser zurück.

Die Stiftung Warentest hat sich in einem Test mit diesem Getränk beschäftigt. Zunächst hat sie verschiedene Fertig-Schorlen untersucht und eher enttäuschende Ergebnisse gefunden. Für Baden-Württemberg sind folgende Ergebnisse – im positiven Sinne – Interessant:

Name Zucker Note Preis/Liter Anmerkung
ALDI Süd Goldfit 28,0 g 2,6 0,48 € Geschmack befriedigend
LIDL Solevita 29,0 g 2,6 0,48 € Geschmack befriedigend
NETTO StarDrink 28,0 2,6 0,48 € Geschmack befriedigend
EDEKA Gut&Günstig 28,0 2,7 0,46 € Geschmack befriedigend
PROVIANT naturtrüb 30,5 2,7 3,00 € teuer, Geschmack sehr gut

Die Untersuchung zeigt aber auch, dass der Zuckergehalt im Apfelsaft – bezogen auf 500 ml – bei 54 Gramm liegt. Das ist sogar mehr als bei Coca-Cola (50 Gramm – laut Stiftung Warentest). Bei der fertigen Apfelschorle (siehe Tabelle) liegt der Zuckergehalt bei 28 Gramm. Die Schorle kann auch zuhause selbst gemischt werden, dann lässt sich der Zuckergehalt mit einem  Mischungsverhältnis von 1:3 sogar auf 14 Gramm senken.

Abbildung 1. Zuckergehalt verschiedener Getränke Foto: Gyula Trebitsch Schule Tonndorf

Aus medizinischer Sicht kann die Apfelsaftschorle (in einer Mischung von 1 Teil Apfelsaft + 3 Teile Wasser) im Rahmen der Rehydratation nach Erbrechen sinnvoll sein. Einmal ist dieses Getränk den Kindern gut bekannt. Zum anderen enthält es Zucker (was in dieser Situation für den Körper wichtig ist) und Mineralien (was noch wichtiger ist) und ist isotonisch. Es ist zwar nicht ganz so ideal wie eine Elektrolytlösung (z.B. Oralpaedon©), hat aber den großen Vorteil: Kinder trinken die Apfelsaftschorle gerne.

Sicher ist, dass jedes Süßgetränk wie die Apfelschorle zuhause für Kinder wie Eltern die Ausnahme sein sollte. Nicht nur, dass mit dem Getränk erhebliche Kalorien zugeführt werden. Gerade bei Kindern, die immer mal wieder trinken, wird auch das Risiko für Karies deutlich gesteigert.

Besser als jeder Apfelsaft oder jede Apfelschorle ist in jedem Fall: ein frischer Apfel zum Reinbeißen

Spaß auf dem Trampolin

Die Temperaturen steigen und viele Kinder drängt es nach draußen. Um die neuen Kräfte durch Luftsprünge zu testen, sind Trampoline wunderbar.

Gerade rechtzeitig hat sich auch die Stiftung Warentest mit dem Thema befasst und die Sprungtücher auf ihre Sicherheit hin getestet. Überzeugt hat sie nach eigenen Angaben jedes zweite Modell (siehe Tabelle weiter unten).

Die allermeisten Kinder – gerade wenn sie körperlich geschickt sind – haben riesig Spaß daran, mit dem Trampolin in die Lüfte zu springen. Für die anderen, weniger geschickten, kann das Trampolin eine gute Möglichkeit sein, diese Freude – langsam – zu erfahren und ein besseres Körpergefühl sowie Koordination zu erlernen. Es dürfte jedoch klar sein, dass solch ausgelassene Bewegungen nicht immer gut gehen müssen.

Vor dem Kauf eines Trampolin sollten Eltern also einige grundsätzliche Fragen bedenken.

  • Wenn Kinder gemeinsam im Trampolin springen, kann der unterschiedliche Rhythmus dazu führen, dass sie sich ins Gehege kommen und zusammenstoßen.
  • Gerade bei Kindern mit unterschiedlicher Geschicklichkeit oder deutlich unterschiedlichem Körpergewicht erhöht sich dieses Risiko, weil das ungeschicktere oder leichtere Kind vom anderen „mitgerissen“ wird.
  • Beim Springen mehrerer Kinder ist eine Aufsicht durch Erwachsene sinnvoll, um ein Entgleiten des freudigen Spiels zu verhindern

In der Kinderarztpraxis sind Verletzungen durch das Trampolin seit über 10 Jahren regelmäßig und häufig zu beobachten. Oft kommt es durch die oben genannten Bedingungen dazu, dass ein Kind auf das seitliche Gestänge des Trampolins schlägt oder gar auf den Boden außerhalb. Frakturen sind nicht selten die Folge. Dabei sind Unterarmfrakturen am häufigsten, aber auch schwierige Oberarmfrakturen und Oberschenkelfrakturen kommen vor.

Ein Trampolin macht fast immer viel Freude. Damit das so bleibt, sollten Eltern also ihre Kinder immer dann beaufsichtigen, wenn sie gemeinsam im Trampolin sind. Und, sie sollten ein gutes Gerät anschaffen. Hierzu mag die folgende Tabelle einzelne Anregungen (Auszug aus dem TEST-heft vom April 2019) geben:

Name Note Preis Anmerkung
Springfree Medium Round R79 1,6 1300 € bestes Testergebnis
Hudora Fantastic 300V 1,8 380 € Randabdeckung innerhalb Netz
Decathlon Domyos Essential 300 1,9 190 € UV-Licht gefährdet Festigkeit Matte
Salta Comfort Edition 305 cm 2,0 265 € Randabdeckung innerhalb Netz
Exit Elegant Premium + DL-S-Netz 2,2 530 € Randabdeckung innerhalb Netz